Dienstag, Oktober 20, 2020
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Aus- und Weiterbildung Mai 2008

Mai 2008 
22.05.2008  Film ab: Die duale Berufsausbildung in Szene gesetzt 
22.05.2008  Für soziales Engagement geehrt 
22.05.2008  Betriebliche Ausbildung ist für viele Unternehmen lohnender als gedacht 
12.05.2008  Wissen schaffen für den Erhalt der Artenvielfalt 
12.05.2008  Neues europäisches Instrument zur Forschungsförderung startet im Bereich Elektronik und Software 
12.05.2008  Kultusminister Schneider gibt 10 Standorte für das Projekt „Berufschule plus“ bekannt 

 


Film ab: Die duale Berufsausbildung in Szene gesetzt

Storm: „Neuer Film präsentiert das Erfolgsmodell der deutschen Ausbildung“

Ab jetzt heißt es „Film ab“ für die Berufsausbildung. Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium hat am Montag im Frankfurter Filmmuseum den Startschuss für den Film „Deutsches Berufsbildungssystem – Zukunft sichern“ gegeben: „Mit diesem Format präsentieren wir das Erfolgsmodell der deutschen Ausbildung. Die Berufsbildung mit ihrer arbeitsplatznahen und prozessorientierten Ausrichtung genießt international bereits ein hohes Ansehen. Dieses wollen wir gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung noch verstärken, indem wir unser System über das Medium Film unseren ausländischen Partnern präsentieren.“

Die 12-minütige Dokumentation präsentiert in verschiedenen Sequenzen die wesentlichen Elemente der deutschen Berufsausbildung wie die Kooperation von Staat und Wirtschaft, das Prinzip der zwei Lernorte oder die bundesweit anerkannten Ausbildungsabschlüsse. Gedreht wurde vor Ort in deutschen Unternehmen, Berufsschulen, bei Kammern und bei Kooperationspartnern in Italien und der Türkei. Mit Beispielen aus der Praxis und Kommentaren von Auszubildenden, Ausbildern, Berufsschullehrern und Wirtschaftsvertretern präsentiert der Film die Vielfalt der deutschen Berufsausbildung. „Eine besondere Herausforderung ist es, die Strukturen und Zusammenhänge der deutschen Berufsbildung und ihre Vorteile in international verständlicher Form darzustellen, so dass sie als Unterstützung eigener Lösungsansätze für ausländische Partner dienen können“, sagte Storm.

Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hob die internationale Nutzbarkeit des Films hervor: „Die deutsche Berufsbildungszusammenarbeit findet in mehr als 60 Ländern gemeinsam mit den politisch verantwortlichen Organisationen vor Ort statt. Dabei steht deutsche Berufsbildung für Qualität und Innovation, die wir mit dieser Dokumentation einem breiten Publikum präsentieren können.“

Zielgruppe dieses Films sind Vertreter ausländischer Regierungen und Berufsbildungsinstitutionen, wissenschaftlicher Einrichtungen, internationale und supranationale Organisationen, kurzum alle, die sich im Ausland für die deutsche Berufsbildung interessieren. Daher wird dieser Film auch in englischer, französischer, spanischer, russischer, arabischer und chinesischer Sprache zu Verfügung stehen. Er kann ab Juni 2008 auf der Homepage BIBB kostenlos heruntergeladen werden.

Der Film unterstützt die Aktivitäten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für ein besseres Marketing der deutschen Berufsbildung. Dazu gehören beispielsweise die Arbeitsstelle iMOVE, deren Ziel die bessere internationale Positionierung deutscher Bildungsanbieter ist oder die Initative „edvance“ des BIBB und der Organisationen InWEnt und gtz für mehr Sichtbarkeit der deutschen Berufsbildungsorganisationen im Ausland.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bmbf.de oder http://www.bibb.de

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Für soziales Engagement geehrt

Zur Überreichung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an 12 Mitbürgerinnen und Mitbürger erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Für ihr herausragendes Engagement in den Bereichen Arbeit, Ausbildung und Chancengleichheit sozial benachteiligter und behinderter Menschen überreicht Bundesarbeitsminister Olaf Scholz am heutigen Dienstag Abend in einer feierlichen Veranstaltung zwölf Frauen und Männern die auf seinen Vorschlag vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Die Geehrten werden für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet, mit dem sie sich für die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, die Reintegration von obdachlosen und sozial benachteiligten Menschen und die berufliche und soziale Integration von Migrantinnen und Migranten sowie behinderter Menschen einsetzen.

Den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten:

Engagement für Arbeit und Ausbildung:

* Gerhard Hettinger aus Ingelfingen, Baden-Württemberg
* Doris Müller aus Chemnitz, Sachsen
* Johannes Roscher aus Krumhermersdorf, Sachsen
* Nihat Sorgeç aus Berlin

Engagement für sozial benachteiligte Menschen:

* Heike Binne aus Bremen
* Hildegard Denninger aus München, Bayern
* Bärbel Hakendahl aus Elmenhorst, Mecklenburg-Vorpommern
* Bernd Siggelkow aus Berlin

Engagement für behinderte Menschen:

* Uwe Frevert aus Kassel, Hessen
* Jutta Maier aus Memmingen, Bayern
* Andrea Mörsdorf aus Meckenheim, Nordrhein-Westfalen
* Dr. Jürgen Pfister aus Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen

Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie der untenstehenden Broschüre.

Broschüre zur Ordensveranstaltung am 22.04.2008
www.bmas.de/coremedia/generator/25676/2008__04__22__broschuere__zur__ordensveranstaltung.html

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Betriebliche Ausbildung ist für viele Unternehmen lohnender als gedacht

Die weit verbreitete Einschätzung, dass die Kosten betrieblicher Ausbildung den Nutzen der Auszubildenden für die Unternehmen deutlich übersteigen, trifft in dieser Pauschalität nicht zu. Vielmehr machen Unternehmen, die statt auszubilden, auf die Beschäftigung von Un- und Angelernten setzen, häufig ein Verlustgeschäft.
Mehr unter: www.zew.de/publikation4283

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Wissen schaffen für den Erhalt der Artenvielfalt

Ministerium fördert Forschungen zur Biodiversität in Europa und in Afrika

Jedes Jahr verschwinden rund 27.000 Tier- und Pflanzenarten von der Erde. Dieser Verlust ist unwiederbringlich und gefährdet die Lebensgrundlagen des Menschen. Ein besseres Verständnis für die Rolle der biologischen Vielfalt in Ökosystemen ist Voraussetzung dafür, die Ursachen für diesen Artenrückgang zu erkennen und zu stoppen. Im Rahmen des Forschungsprogramms „Biodiversity and Global Change“ (BIOLOG) unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte, die diese Zusammenhänge untersuchen und den Einfluss menschlicher Nutzung der natürlichen Ressourcen erforschen. Pro Jahr fördert das BMBF das Forschungsprogramm BIOLOG mit 7,5 Millionen Euro.

Die Erkenntnisse aus diesen Projekten tragen zur nachhaltigen Nutzung von Biodiversität bei. Nachhaltig bedeutet hier auch, durch angepasste Nutzungsformen die Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung sicherzustellen, ohne die biologische Vielfalt zu verringern. Die Entstehungsgeschichte von BIOLOG ist eng mit dem Umwelt- und Entwicklungsgipfel im Jahr 1992 in Rio de Janeiro verbunden. Dort haben sich zahlreiche Staaten verpflichtet, eine umfassende Strategie für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten.

Vier Leitfragen definieren die Forschungsziele von BIOLOG: Welche Arten existieren im Ökosystem? Welche Funktion haben die Arten innerhalb des Ökosystems? Wie entwickelt sich das Ökosystem? Und: Wie lässt sich das Ökosystem nachhaltig nutzen?
Die Forschungsarbeit im Rahmen von BIOLOG findet auf zwei Kontinenten statt: Europa und Afrika. BIOLOG Europa und BIOLOG Afrika suchen Antworten auf die gleichen Leitfragen, gehen dabei aber unterschiedlich vor. In Afrika standen anfangs die Inventur der biologischen Vielfalt und die Einrichtungen von Forschungsstrukturen im Vordergrund. Der engen Kooperation mit afrikanischen Partnern ist es zu verdanken, dass inzwischen darüber hinausgehende Forschungsziele in Angriff genommen werden können. Da die in Europa heimische Flora und Fauna weitgehend beschrieben ist, stehen hier seit dem Start von BIOLOG im Jahr 1999 die weiterführenden Fragen nach der Entwicklung und den nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten von Ökosystemen und ihrer Biodiversität im Zentrum.

Unter dem Dach von BIOLOG sind zehn größere Forschungsprojekte versammelt, die sich auf einzelne Aspekte der übergeordneten Fragen konzentrieren. Beispiel BIOPLEX: In diesem Programm untersuchen Wissenschaftler in niedersächsischen und hessischen Modellregionen, wie Landwirte ihre Felder sowohl ökologisch als auch ökonomisch effizient bewirtschaften können. Im Rahmen des Projektes BIOTA AFRICA werden beispielsweise die Einflüsse von Landnutzung und Klimawandel auf die Natur analysiert.

Informationen zum Thema finden Sie unter www.bmbf.de und unter www.dlr.de

Weitere Informationen erhalten Sie beim Redaktionsbüro Forschung für Biodiversität (Telefon: 030 700 186 677, E-Mail: forschung.biodiversitaet@s-f.com).

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung 

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Neues europäisches Instrument zur Forschungsförderung startet im Bereich Elektronik und Software

Deutschland ist starker Partner bei den Initiativen ENIAC und ARTEMIS

Die Europäischen Staaten haben mit der Gründung gemeinsamer Technologieinitiativen einen völlig neuen Weg der Forschungsförderung eingeschlagen: In öffentlich-privaten Partnerschaften bündeln die Europäische Kommission und die beteiligten Mitgliedstaaten ihre Mittel mit denen der Industrie. Am Donnerstag wurden die ersten Ausschreibungen für konkrete Förderprojekte in den Bereichen Nanoelektronik und eingebetteter Computer-Systeme veröffentlicht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt sich daran mit einem Betrag von 21 Millionen Euro.

Die Umsetzung dieser neuen europäischen Initiativen ist Aufgabe der Gemeinsamen Unternehmungen ENIAC (European Nanoelectronics Initiative Advisory Council) und ARTEMIS (Advanced Research and Technology for Embedded Intelligence and Systems), die als öffentlich-private Partnerschaften organisiert sind. Im Rahmen dieser Programme stellen die Partner 3 Milliarden Euro (ENIAC) und 2,5 Milliarden Euro (ARTEMIS) über die nächsten zehn Jahre bereit. Etwa die Hälfte dieser Mittel stammt aus der Industrie. Die übrigen Gelder sind öffentliche Mittel, wobei zwei Drittel aus nationalen Programmen und ein Drittel von der Europäischen Union aufgebracht werden. Ziel der Förderung ist es, die Zusammenarbeit zwischen europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in wichtigen Bereichen wie Gesundheit, Mobilität, Sicherheit, Energie und Umwelt zu unterstützen und strategisch auszurichten.

Weitere Informationen zu den Initiativen und den aktuellen Ausschreibungen unter
http://www.eniac.eu und http://www.artemis.eu

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung 

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Kultusminister Schneider gibt 10 Standorte für das Projekt „Berufschule plus“ bekannt

Freistaat Bayern öffnet Auszubildenden aller Ausbildungsberufe neuen Weg, während der Ausbildung zugleich den FH-Zugang zu erwerben

MÜNCHEN. Heute hat Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider die zehn Standorte festgelegt, an denen das Projekt „Berufsschule plus – BS+“ im kommenden Schuljahr angeboten wird.
Mit diesem erhalten ab dem Schuljahr 2008/2009 besonders leistungsbereite und -fähige Auszubildende in allen Ausbildungsberufen ein neues Angebot, mit dem sie sich bereits während der dualen Berufsausbildung auch schulisch weiter qualifizieren können. In drei Jahren können sie neben einem Berufsabschluss auch die Fachhochschulreife erreichen.
Das Projekt wird gemeinsam mit der Sitftung Bildungspakt Bayern realisiert und ist zunächst auf vier Jahre befristet. Angeboten wird „Berufsschule plus“ zunächst an zehn Standorten. Die Berufsschulen können sich in Kürze um die Teilnahme am Projekt BS+ bewerben.

„Wir eröffnen mit dem Projekt ,Berufsschule plus´ unseren Auszubildenden einen völlig neuen Weg, sich für das Hochschulstudium zu qualifizieren – und das mit einem deutlichen Zeitgewinn“, so der Kultusminister. Die Maßnahme erhöht außerdem die Durchlässigkeit im bayerischen Bildungswesen und den Stellenwert der beruflichen Bildung, der nicht nur in internationalen Untersuchungen häufig verkannt wird. Im kommenden Schuljahr kann auch die Berufliche Oberschule flächendeckend bayernweit ausgebaut werden.
Das Projekt „Berufsschule plus“ unterstreicht auch die Vergleichbarkeit mit anderen beruflichen Bildungsgängen, die im Ausland an Einrichtungen mit Hochschulstatus angesiedelt sind.

Im einzelnen sind es folgende Standorte:

• Oberbayern:
Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land
Staatliche Berufsschule Garmisch-Partenkirchen
Staatliche Berufsschule Starnberg
• Niederbayern:
Staatliche Berufsschule Vilshofen
• Oberpfalz:
Staatliche Berufsschule Wiesau
• Oberfranken:
Staatliche Berufsschule III Bamberg
• Mittelfranken:
Staatliche Berufsschule Herzogenaurach – Höchstadt a.d. Aisch
• Unterfranken:
Staatliche Berufsschule Bad Kissingen
• Schwaben:
Staatliche Berufsschule Lauingen a. d. Donau
Staatliche Berufsschule Ostallgäu

Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus

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