Dienstag, Oktober 27, 2020
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Aus- und Weiterbildung März 2008

März 2008 
29.03.2008  Einblick in die Praxis erleichtert Schülern Berufswahl 
25.03.2008  Zahl der geförderten Studierenden deutlich erhöht 
25.03.2008  Forschen für besseres Fördern unserer Kinder 
18.03.2008  Bewerberseminar für persönliche DWA-Mitglieder 
18.03.2008  Studie: Qualifikationsbedarf nimmt zu 
17.03.2008  Willkommen auf den Seiten der SBB! 
16.03.2008  Bewerbungstraining für Jungmitglieder der DWA 
16.03.2008  Begabtenförderung für berufsbegleitende Weiterbildung 
12.03.2008  Arbeitsgruppe Lehrergesundheit hat Empfehlungen in den Bereichen Altersermäßigung, Arbeitsschutz, Fortbildung und Qualifizierung erarbeitet 
12.03.2008  Spitzencluster-Wettbewerb: 12 Bewerber sind in der Finalrunde 
07.03.2008  Informationen über alle Schülermentorenausbildungen in Baden-Württemberg im Internet abrufbar 
07.03.2008  Schavan: „So kommen mehr Wissenschaftlerinnen an die Spitze!“ 
05.03.2008  Innovationskreis Weiterbildung verabschiedet Empfehlungen 
04.03.2008  BMBF-Initiative schafft 8.600 zusätzliche Ausbildungsplätze 
04.03.2008  Storm: „Studieren mit Kind wird erleichtert“ 
02.03.2008  Betriebliche Weiterbildung in Europa stagniert – Deutschland weiterhin nur im Mittelfeld

 


Einblick in die Praxis erleichtert Schülern Berufswahl

Bildungsministerium gibt Startschuss für Programm zur Berufsorientierung

Um den richtigen Ausbildungsberuf zu erlernen, ist ein rechtzeitiger Blick in die Berufswelt wichtig. Das Bundesbildungsministerium (BMBF) bietet mit einem neuen Programm zur Berufsorientierung Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einen Einblick in die Praxis zu bekommen. Im Rahmen eines Praktikums können interessierte Jugendliche in einer überbetrieblichen Bildungsstätte oder einer ähnlichen Einrichtung verschiedene Ausbildungsberufe kennenlernen. „Bildungsabschlüsse sind elementare Grundlage für den beruflichen Weg. Daher ist es unser Ziel, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommt“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin. Mit dem Programm zur Berufsorientierung unterstützt das BMBF junge Menschen beim Übergang von der Schule in die Ausbildung und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung.

Das Bundesbildungsministerium stellt für das Programm bis 2010 jährlich 15 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können bereits im Jahr 2008 rund 50.000 Berufsorientierungsmaßnahmen durchgeführt werden und damit nahezu 25 Prozent der für die nächsten Jahre prognostizierten Hauptschulabgänger erreicht werden. Das Pilotprojekt, das bis Ende 2010 läuft, bietet Schülerinnen und Schülern schon während des Schulbesuchs die Möglichkeit, mindestens drei Berufe vor allem im handwerklichen Bereich kennen zu lernen. Die Praxis steht dabei im Vordergrund: Das Programm sieht ein 80-stündiges Praktikum vor, bei dem die Jugendlichen aktiv erleben können, welcher Beruf Spaß und Freude vermitteln kann und welche Anforderungen gestellt werden. „Je früher Jugendliche Erfahrungen mit Berufsbildern gewinnen, desto stärker wird ihre Motivation sein, sich für einen qualifizierten Beruf zu entscheiden. Dadurch erreichen wir eine niedrigere Schulabbrecherquote und gleichzeitig mehr Jugendliche, die erfolgreich eine Ausbildung abschließen“, betonte Schavan.

Die Durchführung des Programms sowie die Evaluierung einschließlich der Untersuchung der Auswirkungen auf die Motivation der Jugendlichen erfolgt durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Nähere Informationen finden Sie unter http://www.bibb.de

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Zahl der geförderten Studierenden deutlich erhöht

Stipendiatenzahl steigt um mehr als die Hälfte seit 2005

Die aktuellen Zahlen in der Begabtenförderung zeigen einen signifikanten Anstieg: Rund 0,9 Prozent der Studierenden bekommen derzeit ein Stipendium, im Jahr 2005 lag die Förderquote noch bei 0,7 Prozent. „Das Ergebnis ist erfreulich. Bis zum Ende der Legislaturperiode wollen wir ein Prozent der Studierenden als Begabte fördern. Das liegt jetzt in greifbarer Nähe“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Donnerstag. „Wir haben unser Ziel, erheblich mehr Studierende durch ein Begabtenstipendium zu fördern, bereits jetzt umgesetzt.“ Im Frühjahr 2008 waren fast 17.400 Studierende Stipendiaten eines Begabtenförderungswerks, 6.400 mehr als noch 2005. Gleichzeitig hat das Bundesbildungsministerium die Mittel für die Begabtenförderung von 80,5 Millionen Euro im Jahr 2005 auf 113,2 Millionen Euro für 2008 erhöht. „Wir werden diese Mittel im nächsten Jahr noch weiter aufstocken“, sagte Schavan. „Deutschland hat erhebliches innovatives und kreatives Potenzial. Den jungen Talenten in unserem Land wollen wir die bestmöglichen Entwicklungsbedingungen bieten“, so die Ministerin.

Nähere Informationen zur Begabtenförderung im Hochschulbereich finden Sie unter www.stipendiumplus.de.

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Forschen für besseres Fördern unserer Kinder

BMBF legt Vergleichsstudie zu wichtiger Methode der Bildungsforschung vor

Um Kinder im Vorschulalter individuell unterstützen zu können, müssen Wissenschaftler ihre Kompetenzen zunächst präzise erfassen. Ein zentrales Anliegen der Bildungsforschung ist es, hierfür Instrumente und Verfahren zu entwickeln. Unverzichtbar dafür sind empirisch geprüfte Verfahren zur individuellen Kompetenzmessung. Der neu erschienene Band 24 „Kindliche Kompetenzen im Elementarbereich: Förderbarkeit, Bedeutung und Messung“ aus der Reihe Bildungsforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gibt einen guten Überblick, was national und international verfügbare Verfahren zur Kompetenzmessung leisten können. Denn erst wenn diagnostische Verfahren verfügbar sind, lassen sich auf dieser Grundlage auch individuell tragfähige Förderkonzepte entwickeln. Darüber hinaus sind solche Verfahren unverzichtbar, um das von Bund und Ländern geplante nationale Bildungspanel zu etablieren. Experten werden dabei dieselben Personen über einen längeren Zeitraum regelmäßig befragen. Im Vordergrund der neuen Studie steht die Erfassung früher sprachlicher, mathematischer und allgemein kognitiver Fähigkeiten sowie das Sozialverhalten, die Lernbereitschaft und die Interessen der Kinder.

In der Reihe Bildungsforschung des BMBF erscheinen Expertisen zum Forschungsstand aktueller Forschungsfragestellungen sowie Ergebnisse BMBF-geförderter Forschungsprojekte.

Die Reihe kann direkt beim BMBF angefordert werden und steht im Internet zum Download bereit unter http://www.bmbf.de/publikationen/2713.php.

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Bewerberseminar für persönliche DWA-Mitglieder

die sich beruflich neu orientieren möchten am 8. Mai während der IFAT 2008 in München

Starten Sie durch – mit einer individuellen Strategie für Ihr Bewerbungsvorhaben. Machen Sie sich Ihre Stärken und besonderen Fähigkeiten bewusst und entwickeln Sie ein persönliches Kompetenzprofil, um Ihren zukünftigen Arbeitgeber von sich zu überzeugen.

In diesem Training bekommen Sie alle Informationen, um sich auf ein Vorstellungsgespräch und alternative Auswahlverfahren professionell vorzubereiten. Sie lernen, Ihre besonderen Fähigkeiten und Potentiale geschickt und gezielt zu vermitteln. Dabei geht es vor allem um Ihre sozialen Kompetenzen, die neben der fachlichen Eignung für viele Personaler entscheidend sind.

Die DWA bietet ihren persönlichen Mitgliedern ein spezielles Bewerberseminar an. Anreise und Unterbringung zahlt der Teilnehmer. Die Kosten für das Seminar sowie den Eintritt für die IFAT übernimmt die DWA. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Marianne Treppmacher, Tel.: 02242 872-128, E-Mail: treppmacher@dwa.de.

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Studie: Qualifikationsbedarf nimmt zu

In fast allen Berufen steigt die Nachfrage nach Fertigkeiten und Qualifikationen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie zum Qualifikationsbedarf in Europa bis 2015, die das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) heute vorgelegt hat. Hintergrund ist das Wachstum des Dienstleistungssektors und der umwälzende technologische und organisatorische Wandel. Der erhöhte Qualifikationsbedarf betrifft auch so genannte einfache Beschäftigungen. EU-Bildungskommissar Ján Figel‘ begrüßte die Studie, „die uns eine klarere Vorstellung davon vermittelt, welche Qualifikationsdefizite vermutlich in den folgenden Jahren auftreten werden. Mit diesen Informationen können Junge wie Ältere ihre Lernziele neu definieren und ihren Fortbildungs- und Lernbedarf festlegen.“
Bis 2015 werden im primären Sektor schätzungsweise zehn Millionen Arbeitnehmer europaweit beschäftigt sein (12 Millionen im Jahr 2006, 15 Millionen noch 1996), während im verarbeitenden Sektor 34,5 Millionen Menschen arbeiten werden (35 Millionen 2006, 38 Millionen 1996). Das eigentliche Wachstum betrifft aber den Dienstleistungssektor. Die Wirtschaft insgesamt wird bis 2015 mehr als 13 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Transport und Verteilung, einschließlich Fremdenverkehr, werden allein 3,5 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, während Unternehmen und verschiedene Dienstleistungen mittelfristig die besten Beschäftigungsaussichten bieten: Bis 2015 werden dort neun Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Weitere drei Millionen zusätzliche Stellen werden in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales geschaffen.
Die Nachfrage nach hohen Qualifikationen hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Heute sind 80 von 210 Millionen europäischen Arbeitnehmern in hoch qualifizierten, nicht manuellen Tätigkeiten beschäftigt. Von 2006 bis 2015 wird Europa 12,5 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze auf höchstem Qualifikationsniveau und 9,5 Stellen auf mittlerem Niveau (insbesondere berufliche Qualifikationen) hinzugewinnen. Arbeitsplätze für Beschäftigte mit niedrigen Qualifikationen werden dagegen um 8,5 Millionen zurückgehen. Selbst Arbeitsplätze für ungelernte Arbeiter erfordern mehr Qualifikationen, während ausgebildete Facharbeiter in erhöhtem Maß mittlere Qualifikationen hinzugewinnen müssen. Dies wirkt sich auf die Beschäftigungslage aus: Zurückgehende Bevölkerungszahlen bedeuten eine dauernde Notwendigkeit, Arbeitnehmer zu ersetzen, auch in schrumpfenden Sektoren und Beschäftigungsfeldern. Die Qualifikationsanforderungen steigen dagegen dramatisch an, die neuen Arbeitnehmer benötigen höhere Qualifikationen, um „denselben Job zu machen“.

Die vollständige Studie gibt es auf der Seite von Cedefop.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der EU-Kommission.
http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/index_7609_de.htm 

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Willkommen auf den Seiten der SBB!

Begabte junge Leute mit abschlossener Berufsausbildung sind hier genau richtig. Hier gibt es Informationen über das Stipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für alle, die jünger als 25, begabt und motiviert sind und mehr aus Ihrem Beruf machen möchten.

Aktuell ab Januar 2008:
Zum Jahresbeginn 2008 wird die Begabtenförderung berufliche Bildung noch attraktiver. Förderfähig sind jetzt auch berufsbegleitende Studiengänge.

Voraussetzungen:
1. Sie sind Stipendiat/-in der Begabtenförderung berufliche Bildung.
Wenn Sie noch nicht Stipendiat/-in sind, müssen Sie zunächst aufgenommen werden. Informationen zur Bewerbung finden Sie hier:
Kurzübersicht für Absolventinnen und Absolventen einer
dualen Berufsausbildung
Kurzübersicht für Absolventinnen und Absolventen eines bundeseinheitlich geregelten Gesundheitsfachberufes.
2. Sie arbeiten mindestens 15 Stunden / Woche.
3. Ihr Studium darf noch nicht begonnen haben.
4. Das Studium baut auf Ihrer Ausbildung und Berufstätigkeit auf.

Falls Sie sich für das „EU-Förderprogramm für Gesundheitsfachberufe“ interessieren – dafür haben wir einen eigenen Bereich eingerichtet: „EU-Förderprojekt“.

Ihr Team von der SBB
http://www.begabtenfoerderung.de/

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Bewerbungstraining für Jungmitglieder der DWA

am 6./7. Mai während der IFAT 2008 in München

Sie stehen kurz vor Ihrem Examen oder haben Ihre Prüfungen gerade abgeschlossen? Sind Sie sicher, dass Ihre Bewerbungsunterlagen auf dem neuesten Stand sind und dem aktuellen Standard entsprechen?

Die DWA bietet ihren Jungmitgliedern einen besonderen Service. In einem vielseitigen Training bekommen Sie alle Informationen, die Sie für eine erfolgreiche Bewerbung brauchen.

Anreise und Unterbringung zahlt der Teilnehmer. Die Kosten für das Seminar sowie den Eintritt für die IFAT übernimmt die DWA. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Marianne Treppmacher, Tel.: 02242 872-128, E-Mail: treppmacher@dwa.de.

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Begabtenförderung für berufsbegleitende Weiterbildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erweitert das Spektrum in der Begabtenförderung und fördert künftig auch ein Studium als Weiterbildung, sofern es berufsbegleitend ist. Das Programm gewährt besonders qualifizierten Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung unter 25 Jahren ein Weiterbildungsstipendium von 5100 Euro. Damit können fachbezogene sowie fachübergreifende Maßnahmen finanziert werden, beispielsweise Meister- oder Sprachkurse. Stipendiatinnen und Stipendiaten können mit diesem Geld auch ein Studium finanzieren, wenn sie einer Berufstätigkeit von mindestens 15 Wochenstunden nachgehen und der gewählte Studiengang auf die Ausbildung und Berufstätigkeit aufbaut. Förderfähig sind dabei die Kosten des Studiums nicht, jedoch der Lebensunterhalt.

www.begabtenfoerderung.de

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Arbeitsgruppe Lehrergesundheit hat Empfehlungen in den Bereichen Altersermäßigung, Arbeitsschutz, Fortbildung und Qualifizierung erarbeitet

Kurzbeschreibung:
Nach einem Spitzengespräch mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und dem Beamtenbund bei Ministerpräsident Günther H. Oettinger im Mai 2007 wurde unter der Leitung von Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL die Arbeitsgruppe „Lehrergesundheit“ eingerichtet. Ihr gehörten unter anderem der Vorsitzende des Beamtenbundes Baden-Württemberg, Volker Stich, und der Vorsitzende der GEW, Rainer Dahlem, an. Für das Finanzministerium nahm Ministerialdirektorin Dr. Meister-Scheufelen teil. „In den vergangenen Monaten haben wir uns in einem sehr intensiven, offenen und konstruktiven Meinungsaustausch auf ein Bündel von Handlungsempfehlungen verständigt, die einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und beruflichen Stabilität der Lehrkräfte leisten können“, sagte Wacker.

Die Arbeitsgruppe hatte sich unter anderem mit Fragen des Qualitätsmanagements an Schulen, der Führungsverantwortung, der Fortbildung, dem Gesundheits- und Arbeitsschutz, der Gefährdungsbeurteilung, der Altersermäßigung, Altersteilzeit sowie der Dienstrechtsreform befasst. Zwei renommierte Experten zum Thema „Lehrergesundheit“, Prof. Dr. Uwe Schaarschmidt und Prof. Dr. Joachim Bauer, wurden in der Arbeitsgruppe angehört.

Als Unterstützungsmaßnahmen werden von der Arbeitsgruppe beispielsweise die gezielte Begleitung in der Berufseingangsphase, Fortbildungsmaßnahmen in Anlehnung an das so genannte „Konstanzer Trainingsmodell“, Stimmpräventionstraining für Lehrkräfte, die Etablierung von „Gesundheitsmoderatoren“ sowie ein Coaching nach dem „Freiburger-Modell“ vorgeschlagen. Darüber hinaus sollten nach den Vorstellungen der Arbeitsgruppe die Angebote für Schulleiter und Schulleitungsteams aufgestockt werden, um die Führungspersönlichkeit der Leitungskräfte zu stärken. Die Arbeitsgruppe sieht die in der Privatwirtschaft praktizierten zielgruppenspezifischen Präventionsangebote positiv und empfiehlt zu prüfen, wie solche Maßnahmen auch im öffentlichen Dienst umgesetzt werden können. Wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung sollen die Maßnahmen im Rahmen der Dienstrechtsreform aufgegriffen werden. Dort wird über deren Umsetzung entschieden.

Die Altersermäßigung soll so umgestaltet werden, dass die Lehrkräfte aller Schularten gleich behandelt werden.

Bisher erhielten nur die vollbeschäftigten wissenschaftlichen Lehrkräfte an Gymnasien und beruflichen Schulen zwischen 55 und 59 Jahren eine Altersermäßigung in Höhe von einer Wochenstunde. Aufgrund des Spruchs einer Einigungsstelle war das Kultusministerium gehalten, eine Regelung zu treffen, die alle Lehrkräfte gleich behandelt. Weil für eine Ausweitung der Altersermäßigung auf Lehrkräfte aller Schularten die Ressourcen nicht vorhanden sind, war zunächst beabsichtigt, die Altersermäßigung zwischen dem 55. und dem 59. Lebensjahr zu streichen. Die Arbeitsgruppe konnte sich nun auf folgende Lösung einigen:

Die bisher für die Altersermäßigung eingesetzten Ressourcen bleiben ungeschmälert erhalten und werden auf die Lehrkräfte aller Schularten umverteilt. Damit werden zukünftig auch die Lehrkräfte an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen die Altersermäßigung erhalten. Sie wird zukünftig ab dem 58. Lebensjahr gewährt.

Die Altersermäßigung in Höhe von zwei Wochenstunden für Vollzeitbeschäftigte und eine Wochenstunde für Teilzeitbeschäftigte ab dem 60. Lebensjahr bleibt für die Lehrkräfte aller Schularten unverändert erhalten.

„Damit konnte sich die Arbeitsgruppe auf eine Empfehlung verständigen, die von allen Seiten akzeptiert wird und die die Ressourcen für die Altersermäßigung ohne Abstriche erhält“, bilanzierte Wacker.

Die Neuregelung soll zum Schuljahr 2009/2010 in Kraft treten. Bestandschutz wird den wissen-schaftlichen Lehrkräften an Gymnasien und beruflichen Schulen gewährt, die nach der bisherigen Regelung bereits eine Altersermäßigung erhielten.

Hinweis an die Redaktionen:

Konstanzer Trainingsmodell: Das Trainingsmodell ist ein von der Universität Konstanz entwickeltes Programm für Lehrkräfte im Umgang mit Aggressionen. In Gruppen oder Teams werden Methoden vermittelt, die helfen sollen, die persönliche Situation bewusster zu reflektieren und zu bewerten. In der Gruppe kann beispielsweise eine Unterrichtssituation systematisch analysierte werden, um dann im gemeinsamen Gespräch weitere Handlungsperspektiven zu erörtern.

Freiburger-Modell: Ein vom Universitätsklinikum Freiburg entwickeltes Programm zur Ge-sundheitsprophylaxe für Lehrkräfte dient dazu, die Kompetenz in der Beruflichen Beziehungsgestaltung zu verbessern. So genannte Lehrercoachingruppen werden durch medizinische und psychologische Experten in zehn Doppelstunden moderiert. Ziel ist es, Gründe für stressbedingte Gesundheitsstörungen zu erkennen und die Situationen am Arbeitsplatz zu verändern.

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Spitzencluster-Wettbewerb: 12 Bewerber sind in der Finalrunde

Schavan und Jury-Vorsitzender Milberg: „Hohe Qualität der Cluster spricht für den Standort Deutschland“

Damit Innovationen gelingen, müssen Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Cluster, in denen genau dies geschieht, werden damit zu wichtigen Impulsgebern für neue Technologien – in der jeweiligen Region und auch weit darüber hinaus. Im weltweiten Innovationswettlauf werden Cluster immer mehr zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor.

Hier setzt der Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 600 Millionen Euro Fördersumme über drei Runden an. Die Resonanz auf die Ausschreibung war groß: 38 Bewerbungen bewertete die unabhängige, international besetzte Jury in der ersten Runde. Nun konnten sich 12 Cluster für die entscheidende Auswahlphase durchsetzen. Sie werden in den kommenden drei Monaten ihre Strategien mit konkreten Projekten zur Umsetzung ausarbeiten. „Die Förderung soll die Innovationskraft stärken, Wachstum und Arbeitsplätze schaffen und den Standort Deutschland attraktiver machen“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Berlin.

„Der Spitzencluster-Wettbewerb will die leistungsstärksten Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft auf ihrem Weg unterstützen, Forschung in Wertschöpfung umzusetzen, unabhängig von thematischen Vorgaben. Entsprechend vielfältig waren die Bewerbungen, unter denen wir eine Auswahl treffen mussten. Die insgesamt hohe Qualität der Bewerbungen hat die Jury beeindruckt“, erläuterte der Juryvorsitzende und acatech-Präsident Professor Joachim Milberg die Juryentscheidung. Nach seinen Worten ist auch die Teilnahme am Wettbewerb ein Gewinn: „Unabhängig von der Entscheidung über eine Förderung wird die Ausarbeitung der Ideen den Clustern zugute kommen. Denn in den Bewerbungen finden sich viele wertvolle Ansätze dazu, wie durch Bündelung der Kompetenzen und eine strategische Weiterentwicklung der Cluster nachhaltig Vorteile im globalen Wettbewerb erzielt werden.“

Im September 2008 sollen die Gewinner der ersten Wettbewerbsrunde feststehen. Das BMBF wird bis zu fünf Cluster über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren bei der Umsetzung ihrer Strategien fördern und stellt dafür insgesamt bis zu 200 Millionen Euro bereit.

Das Themenspektrum der Finalisten ist breit und umfasst so unterschiedliche Bereiche wie Gesundheit und Sicherheit, Mobilität sowie Information und Kommunikation. Ministerin Schavan: „Das zeigt, dass wir in Deutschland auf vielen Feldern eine hervorragende Ausgangsbasis und das Potenzial für internationale Spitzenpositionen haben.“

Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl der Cluster waren außer dem bereits erreichten Entwicklungsstand insbesondere die Entwicklungspotenziale und die Entwicklungsdynamik sowie die Kreativität und Innovativität des strategischen Ansatzes.

Weitere Informationen zum Spitzencluster-Wettbewerb sowie zu den ausgewählten Bewerbern für die zweite Stufe finden Sie im Anhang sowie im Internet unter: http://www.spitzencluster.de/de/468.php

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Informationen über alle Schülermentorenausbildungen in Baden-Württemberg im Internet abrufbar

Kurzbeschreibung: Kultusminister Rau: Die Ausbildungsangebote sind aufgrund ihrer Qualität, der großen Vielfalt und der Anzahl der ausgebildeten Jugendlichen bundesweit einmalig

Auf dem Kultusportal Baden-Württemberg ist ab sofort eine Übersicht über alle Schülermentorenausbildungen in Baden-Württemberg abrufbar. Dabei werden die Mentorenprogramme in den Bereichen Sport, Musik, Soziale Verantwortung, Verkehrserziehung, Natur- und Umweltschutz, Bildende Kunst, Medien und Suchtprävention vorgestellt. „Die Ausbildungsangebote sind aufgrund ihrer Qualität, der großen Vielfalt und der Anzahl der ausgebildeten Jugendlichen bundesweit einmalig“, sagte Kultusminister Helmut Rau MdL.

Bisher wurden über 20 000 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg zu Mentoren ausgebildet (Stand Ende Schuljahr 2006/2007), allein 12 500 Schülerinnen und Schüler haben sich für den Bereich Sport entschieden. „Die Schüler übernehmen Verantwortung und werden in wichtige Aufgabenfelder in der Jugend- und Vereinsarbeit eingebunden“, betonte Rau.

Die Übersicht der Schülermentorenausbildungen in Baden-Württemberg kann im
Kultusportal Baden-Württemberg abgerufen werden.

www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/show/1225247/ (PDF-Dokument, 2,33 MB)

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Schavan: „So kommen mehr Wissenschaftlerinnen an die Spitze!“

BMBF startet pünktlich zum Internationalen Frauentag das Professorinnenprogramm / Bis zu 200 Stellen mit 150 Millionen Euro finanziert

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung startet pünktlich zum Internationalen Frauentag am 8. März das Professorinnenprogramm. Jetzt können in den nächsten fünf Jahren an den deutschen Hochschulen bis zu 200 Stellen für Professorinnen geschaffen werden. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte am Freitag in Berlin: „Den Hochschulen gehen wertvolle Potenziale verloren, wenn sie es nicht schaffen, hoch qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen langfristige Perspektiven zu eröffnen. Das Professorinnenprogramm unterstützt Hochschulen, die hierbei aktiv werden.“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Länder stellen zusammen für das Programm 150 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert wird damit die Anschubfinanzierung für fünf Jahre für – vornehmlich vorgezogene – Berufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren. Aber auch die Finanzierung von Berufungen auf eine freie Professur ist möglich. Je Berufung und Jahr liegt die Fördersumme bei bis zu 150.000 Euro, die zur Hälfte vom BMBF und vom jeweiligen Sitzland der Antrag stellenden Hochschule getragen werden. Das Besondere an dem Professorinnenprogramm ist, dass die Förderung die positive Begutachtung eines Gleichstellungskonzeptes der sich bewerbenden Hochschule voraussetzt. Die Begutachtung erfolgt durch ein unabhängiges Expertengremium, das aus herausragenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung und Hochschulmanagement zusammensetzt wird.

„Damit wird das Professorinnenprogramm zu einem anerkannten und nachhaltigen Instrument für mehr Chancengerechtigkeit für Frauen in Forschung und Lehre sowie zur dauerhaften Förderung von Spitzenwissenschaftlerinnen“, sagte Schavan.

Das Professorinnenprogramm erfüllt somit das Ziel, die Gleichstellungsaktivitäten der deutschen Hochschulen zu stärken, die Anteile von Frauen in Spitzenfunktionen der deutschen Forschung zu steigern und dadurch auch das Kreativitäts- und Innovationspotenzial in der Wissenschaft zu erhöhen.

Weitere Informationen zur Ausschreibung des Professorinnenprogramms finden Sie im Internet unter: http://www.bmbf.de/de/494.php

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Innovationskreis Weiterbildung verabschiedet Empfehlungen

Schavan: „Wir wollen bis 2015 eine Weiterbildungsbeteiligung von 50 Prozent“

Der von Bundesbildungsministerin Annette Schavan eingesetzte Innovationskreis Weiterbildung (IKWB) hat zehn Empfehlungen für eine Konzeption zur Gestaltung des Lernens im Lebenslauf vorgelegt. „Ziel ist es, die Weiterbildung in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für Weiterbildungsmaßnahmen zu gewinnen. Bis 2015 wollen wir eine Weiterbildungsbeteiligung von 50 Prozent erreichen“, sagte Schavan am Mittwoch in Berlin. Die Bundesregierung plant bereits die Umsetzung einiger vorgeschlagener Maßnahmen: „Das Bundesbildungsministerium bereitet eine Initiative zum Ausbau regionaler Weiterbildungsstrukturen vor. Ziel ist es, das Selbstverständnis einer Region als Bildungsregion herauszuarbeiten, die Akteure zusammenzuführen und das bürgerschaftliche Engagement für Bildung zu erhöhen“, kündigte Schavan an. Der Kommune komme unter anderem eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Empfehlungen zu, da hier ein großer Teil bildungspolitischer Entscheidungen getroffen werde:

Der Innovationskreis Weiterbildung hat eine Reihe von Umsetzungsvorschlägen für die Bundesregierung erarbeitet. Dazu gehören die Verbesserung der Durchlässigkeit und Verzahnung der Bildungsbereiche, der Ausbau von Beratungsmöglichkeiten sowie eine effektivere Integration durch Bildung. „Wir wollen mehr Menschen zum Lernen motivieren und gleichzeitig deutlich machen: Jede und jeder hat Verantwortung für die eigene Bildungsbiographie“, sagte Schavan. Gleichzeitig müssen bereits erworbene Kompetenzen leichter anerkannt werden. In diesem Sinne betonen die Experten des Innovationskreises Weiterbildung, dass sich die Empfehlungen nicht allein an den Staat richten, der für die Rahmenbedingungen des Lernens im Lebenslauf verantwortlich sei. Auch Unternehmen, Sozialpartner, Verbände, Bildungsträger, öffentliche Arbeitgeber sowie alle Bürgerinnen und Bürger müssten sich der Verantwortung für die Gestaltung des Lernens im Lebenslauf stärker bewusst werden. Die Umsetzung der Empfehlungen sei eine Anstrengung, die nur gemeinsam zu bewältigen sei. Zudem soll in der Öffentlichkeit für die Beteiligung am Lernen im Lebenslauf stärker geworben werden.

Der Innovationskreis Weiterbildung wurde im Mai 2006 von Bundesbildungsministerin Annette Schavan einberufen. Zu den Mitgliedern des Innovationskreises Weiterbildung zählen hochrangige Expertinnen und Experten aus dem öffentlichen Leben, der Forschung und Wissenschaft, den Sozialpartnern und den Ländern. Die Empfehlungen repräsentieren eine gemeinsame Linie der Mitglieder, die in einem offenen und konsensualen Austauschprozess entwickelt wurde.

Nachdem im Juli 2007 der Innovationskreis berufliche Bildung seine Leitlinien verabschiedet hatte, greift der Innovationskreis Weiterbildung mit seinen Empfehlungen auch wichtige gemeinsame Handlungsfelder auf wie beispielweise die Sicherung der Anschlussfähigkeit beruflicher Abschlüsse.

Die Empfehlungen des IKWB finden Sie im Internet unter: http://www.bmbf.de/pub/empfehlungen_innovationskreis_weiterbildung.pdf

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BMBF-Initiative schafft 8.600 zusätzliche Ausbildungsplätze

Schavan: „Programm JOBSTARTER trägt maßgeblich zum Pakterfolg bei“

Positive Zahlen auf dem Ausbildungsmarkt: Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Programm JOBSTARTER hat seit seinem Beginn im Jahr 2006 bis heute rund 8.600 neue Ausbildungsplätze geschaffen. „Mit dieser Bilanz tragen wir maßgeblich zum Erfolg des „Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland“ bei und geben gleichzeitig ein klares Signal an die Jugendlichen, dass sie gebraucht werden“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan im Vorfeld der Sitzung der Paktpartner am Dienstag in Berlin. Mit dem Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER fördert das BMBF eine umfassende Initiative zur Verbesserung der Ausbildungsplatzsituation von Jugendlichen.

Im Rahmen des Programms werden Projekte gefördert, die in den Regionen zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze akquirieren und deren Besetzung unterstützen. „Wir wollen bis 2010 die Zahl der geförderten regionalen Projekte auf rund 350 steigern. Dafür stehen Fördergelder in Höhe von 125 Millionen Euro zur Verfügung einschließlich der Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds“, sagte Schavan. Die geförderten JOBSTARTER-Projekte sind behilflich bei der Organisation und Durchführung der Ausbildung, informieren über die Voraussetzungen und Anforderungen der dualen Ausbildung sowie über neue und modernisierte Ausbildungsberufe. Darüber hinaus unterstützen sie die Betriebe bei der passgenauen Auswahl und Vermittlung geeigneter Bewerberinnen und Bewerber und der Organisation von Ausbildungskooperationen. Projektdurchführende sind zum Beispiel Kammern, kommunale und regionale Einrichtungen, Bildungsdienstleister und die Betriebe selbst.

Rund 12.000 Ausbildungsplätze wurden dem Bundesinstitut für Berufliche Bildung bis März 2008 gemeldet. Von allen gemeldeten Ausbildungsplätzen erfüllen 8.609 das Kriterium der „Zusätzlichkeit“, sie waren demnach in den letzten drei Jahren nicht gemeldet oder wurden in einem Betrieb eingerichtet, der vorher gar nicht oder weniger ausgebildet hat.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.jobstarter.de/.

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Storm: „Studieren mit Kind wird erleichtert“

Kinderbetreuungszuschlag im BAföG ist wichtiges Signal / Studie „Studieren mit Kind“ in Berlin vorgestellt

Studierende mit Kind sind bemerkenswerte Organisationskünstler: Sie müssen ihr Leben zwischen Hörsaal und Kinderzimmer gut organisieren und finanziell gut planen. Ein umfangreiches Bild über die Situation dieser Studierenden gibt die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Studie „Studieren mit Kind“, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. „Die Ergebnisse zeigen: Der Kinderbetreuungszuschlag, den die Bundesregierung zu Beginn des Jahres im BAföG eingeführt hat, setzt genau an der richtigen Stelle an und erleichtert das Studieren mit Kind“, sagte Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF. „Damit sorgen wir für eine finanzielle Entlastung in Höhe von 113 Euro für das erste Kind und 85 Euro für jedes weitere Kind. Zugleich wird die Vereinbarkeit von Studium und Familie durch die Möglichkeit einer flexibleren Gestaltung der Kinderbetreuung erleichtert.“ Darüber hinaus bekommen Studierende eine angemessene Verlängerung der Förderungsdauer des BAföG auch über die Regelstudienzeit hinaus, wenn sie ein Kind erziehen.

Die Studie „Studieren mit Kind“ liefert detaillierte Informationen zum Studienverlauf, zur Einnahmensituation, zur Situation der Kinderbetreuung und zum Beratungsbedarf. Überdurchschnittlich lange Studienzeiten und hohe Studienabbruchsquoten bei Studierenden mit Kind zeigen, dass die Vereinbarkeit von Studium, Familie und Erwerbstätigkeit auch künftig verbessert werden muss. Derzeit haben rund sieben Prozent der Studierenden ein Kind. Trotz der Mehrfachbelastung mit Studium, Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit realisieren knapp zwei Drittel dieser Studierenden im Erststudium ein Vollzeitstudium. Angesichts der Tatsache, dass mehr als 50 Prozent der Studierenden mit Kind erwerbstätig sind, bedarf es einer familiengerechten Gestaltung der sozialen Infrastrukturen für Studierende. Storm betonte: „Die Studienorganisation muss insgesamt flexibler werden. Gleichzeitig müssen Kinderbetreuungseinrichtungen im Hochschulbereich ausgebaut werden.“

Im Auftrag des Deutschen Studentenwerks hat HIS, Hochschul-Informations-System, die Studie durchgeführt. Die Ergebnisse der Sonderauswertung „Studieren mit Kind“ finden Sie unter http://www.sozialerhebung.de/.

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Betriebliche Weiterbildung in Europa stagniert – Deutschland weiterhin nur im Mittelfeld

Erste Ergebnisse der dritten europäischen Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung (Continuing Vocational Training Survey – CVTS 3) zeigen, dass im Jahr 2005 – gemessen an der Vorgängeruntersuchung von 1999 – zumeist nur in den süd- und osteuropäischen Staaten substanzielle Fortschritte erzielt wurden. Deutlich rückläufig ist hingegen die Entwicklung in den meisten west- und nordeuropäischen Staaten. Deutschland belegt weiterhin nur einen Platz im Mittelfeld – bei wichtigen Kennziffern sind Rückgänge zu verzeichnen: So nahmen der Anteil weiterbildender Unternehmen und der Anteil der Unternehmen, die Weiterbildung in Form von Kursen und Seminaren anbieten, ab. Ebenfalls sank der Anteil der Beschäftigten, die an betrieblichen Weiterbildungskursen teilnah¬men, leicht. Auch die finanziellen Aufwendungen der Unternehmen für diesen Bereich waren deutlich rückläufig. Allein die Zahl der Weiterbildungsstunden je Beschäftigtem blieb stabil.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist seit mehr als 15 Jahren an den Vorbereitungen und Auswertungen der CVTS-Studien beteiligt. In der dritten Erhebungsrunde wurden Unternehmen aus 27 EU-Mitgliedstaaten und aus Norwegen zu ihren Weiterbildungs¬aktivitäten befragt. Eine erste Analyse der aktuellen Daten im europäischen Vergleich ist in der Ausgabe 1/2008 der vom BIBB herausgegebenen Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“ veröffentlicht.

Demnach konnten vor allem in den ost- und in einigen südeuropäischen Staaten sowie in Österreich und Luxemburg die Teilnahmequoten an betrieblichen Weiterbildungskursen gesteigert werden. An der Spitze steht Tschechien mit einer Teilnahmequote von 59 Prozent gegenüber 42 Prozent im Jahr 1999. Allerdings fehlen noch die Daten einiger Staaten, so zum Beispiel aus Finnland, das 1999 zu den Spitzenreitern zählte.

In den skandinavischen Ländern, in den Niederlanden und in Großbritannien sind die Teilnahmequoten hingegen wesentlich niedriger als 1999 (vgl. Abbildung auf Seite 2). Damit fallen die noch 1999 festgestellten Unterschiede zwischen den beteiligten EU-Staaten im Jahr 2005 zwar deutlich geringer aus. Entgegen politischer Zielsetzungen ist aber derzeit keine wesentliche Zunahme der Beteiligung an betrieblicher Weiterbildung in Europa zu beobachten, obwohl dies als zentrale Dimension der Beteiligung Erwachsener am lebenslangen Lernen betrachtet wird. Deutschland liegt mit einer Teilnahmequote der Beschäftigten von 30 Prozent weiterhin im Mittelfeld, wobei sich die Quote im Vergleich zu 1999 um zwei Prozentpunkte verschlechtert hat.
Auch das finanzielle Engagement der Unternehmen in Europa für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten ist in den meisten Ländern rückläufig. Gemessen am Anteil der direkten Kosten für Weiterbildung an den gesamten Arbeitskosten eines Unternehmens sind es wiederum vor allem die skandinavischen Länder und die Niederlande, die in 2005 deutlich weniger in Weiterbildung investierten als noch im Jahr 1999. Eine Steigerung bei den von Unternehmen geleisteten Investitionen verzeichnen einige osteuropäische Staaten wie zum Beispiel Ungarn, Litauen, Polen und Rumänien. Für Deutschland, das zusammen mit Bulgarien, Litauen, Polen und Rumänien an viertletzter Stelle liegt, wurde bei den direkten Weiterbildungskosten ein leichter Rückgang von 0,9 auf 0,7 Prozent der gesamten Arbeitskosten ermittelt.
Weitere Analysen der CVTS 3-Daten wird ein Forschungsvorhaben im Auftrag des Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) liefern, das unter der Leitung des BIBB in Koope¬ration mit den Partnerinstitutionen Céreq (Marseille) und ISFOL (Rom) durchgeführt wird. Bis April 2009 sollen weitere differenzierte Befunde zu den Einflussfaktoren auf die betriebliche Weiterbildung im europäischen Vergleich vorgelegt werden. Aufbauend auf den Ergebnissen von CVTS 3 wird darüber hinaus derzeit mit finanzieller Un-terstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im BIBB eine Ergänzungsstudie durchgeführt, die vertiefende Einblicke für Deutschland liefern soll.
Der Artikel in der Zeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“ kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.bibb.de/pm07-2008
Inhaltliche Auskünfte im BIBB erteilen:
Dr. Friederike Behringer, Dr. Bernd Käpplinger, Dick Moraal,
Tel.: 0228 / 107-2603,
E-Mail: schoenfeld@bibb.de

Abbildung: Anteil der Teilnehmenden an betrieblichen Weiterbildungskursen (in Prozent der Beschäftigten in allen Unternehmen)unter <www.bibb.de/de/31600.htm >
Andreas Pieper, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

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