Freitag, Oktober 23, 2020
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Aus- und Weiterbildung Februar 2008

Februar 2008 
28.02.2008  Schavan: „Das Internet der Zukunft für die Bildung nutzen“ 
27.02.2008  Deutschland setzt gezielt auf wissenschaftlichen Nachwuchs 
22.02.2008  Mehr Chancen am Ausbildungsmarkt  
21.02.2008  Deutsche Berufsbildung weltweit vermarkten 
21.02.2008  Mehr Spaß mit Mathematik! 
16.02.2008  Storm: Mehr Menschen beteiligen sich an Weiterbildung 
16.02.2008 Hauptschulabschluss nachträglich erwerben 
05.02.2008 Freiwilliges Ökologisches Jahr 
04.02.2008  Master für Kanalsanierung 
01.02.2008  Bildungsforschung quer über den Atlantik 

 


Schavan: „Das Internet der Zukunft für die Bildung nutzen“

Ministerium fördert die Weiterentwicklung und den Einsatz von Web 2.0-Technologien in der beruflichen Qualifizierung mit 30 Millionen Euro

Das Internet vermittelt schon heute Millionen von Menschen nützliches Wissen und verbindet zahllose Computernutzer miteinander – auf äußerst effiziente Weise. Künftig soll das alles noch viel besser gehen. Das jedenfalls sagen die Entwickler des Web 2.0, der nächsten Generation des World Wide Web. Es winken neue Möglichkeiten beim Vernetzen, dem Bilden von Gruppen, der gemeinsamen Produktion von Inhalten, dem Herstellen von Öffentlichkeit sowie dem Verwalten und Erschließen von Informationen und Wissen. Um diese neuen Möglichkeiten für die Bildung nutzen zu können, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Ausschreibung zur Weiterentwicklung und zum Einsatz von Web 2.0-Technologien in der beruflichen Qualifizierung gestartet.

„Mit dieser Initiative unterstützen wir solche Vorhaben, die Innovationen stimulieren und der beruflichen Bildung unmittelbar zugute kommen“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Berlin. Das Ministerium stellt dafür insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. „Wir ermöglichen mit der Ausschreibung in diesem äußerst dynamischen Feld sowohl nutzergetriebene IT-Anwendungen als auch grundlegende Entwicklungsprojekte in der beruflichen Qualifizierung“, sagte die Ministerin weiter.

Die Förderbekanntmachung sowie das zu Grunde liegende Strategiepapier eines vom Ministerium im vergangenen Jahr eingesetzten Expertenkreises wird am 8. März 2008 um 13.30 Uhr auf der Computermesse Cebit in Halle 9 beim „Future Parc“ in dem öffentlichen Workshop „Web 2.0 in der Bildung“ vorgestellt und erörtert werden.

Die Bekanntmachung finden Sie unter: http://www.bmbf.de/foerderungen/12128.php.

Weitere Informationen gibt es auch beim:
Projektträger im DLR
Arbeitsgruppe Neue Medien in der Bildung
Dr. Thomas Hagemann
Tel.: 0228-3821-758
E-Mail: thomas.hagemann@dlr.de
www.pt-dlr.de/pt_nmb

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Deutschland setzt gezielt auf wissenschaftlichen Nachwuchs

Bundesforschungsministerium präsentiert ersten Bericht und zeigt Perspektiven für zukünftige Förderung auf

Ein vielfältiges Spektrum und hohe Qualität zeichnen die Nachwuchsförderung in Deutschland aus. Das ist das Ergebnis des „Bundesberichts zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses“ (BuWiN), der erstmals vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgelegt wurde. „Mehr denn je sind wir auf die Talente in unserem Land angewiesen, um die Herausforderungen von morgen erfolgreich zu bewältigen. Es bleibt zentrale Aufgabe, exzellente junge Wissenschaftlerin-nen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt dauerhaft für den Wissenschafts- und Forschungs-standort Deutschland zu gewinnen“ sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Mitt-woch in Berlin. Der Bericht beschreibt und analysiert die Situation des wissenschaftlichen Nach-wuchses in Deutschland und dient gleichzeitig als Grundlage zukünftiger zielgenauer Fördermaß-nahmen.

Schon heute investiert die Bundesregierung durch eine Vielzahl von Maßnahmen in den wissen-schaftlichen Nachwuchs, beispielweise mit dem Hochschulpakt und der Exzellenzinitiative, durch die Graduierte gezielt gefördert werden. Der jetzt vorgelegte Bericht zeigt weitere Perspektiven für unterschiedliche Reformbereiche auf, beispielsweise im Hinblick auf den Ausbau der so genannten Tenure-Track-Professur an den Hochschulen, um exzellenten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern möglichst frühzeitig planbare Karriereperspektiven zu bieten. Zudem besteht Handlungsbedarf bei der Förderung der Gleichstellung und einer gezielten Unterstützung behinder-ter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern.

Der Bundesbericht basiert auf den Ergebnissen einer Studie, die federführend vom Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg erarbeitet wurde. Parallel zur Veröffentlichung des Berichts wird das Kommunikations- und Informationssystem „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (KISSWiN) eingerichtet. Im Zentrum steht ein Internetportal, das unter anderem mit einem Beratungsservice für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verknüpft wird.

Weitere Informationen finden Sie unter http://kisswin.eu/index.php?id=301.

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Mehr Chancen am Ausbildungsmarkt 

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen beschlossen. Dazu erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Mit dem Gesetzentwurf werden zügig wesentliche Elemente des Konzepts „Jugend – Ausbildung und Arbeit“ umgesetzt, das mit der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung beschlossen wurde. Das Ziel: 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze bis zum Jahr 2010 gerade für die jungen Menschen, die bisher weniger Chancen am Ausbildungsmarkt hatten.

Dazu werden im Sozialgesetzbuch III zielgenaue und befristete Regelungen für einen Ausbildungsbonus und die Berufseinstiegsbegleitung geschaffen. Außerdem wird in Ausnahmefällen die Förderung einer zweiten Berufsausbildung mit Berufsausbildungsbeihilfe als Ermessensleistung ermöglicht.

Der Ausbildungsbonus – gestaffelt in Höhe von 4.000, 5.000 oder 6.000 Euro – soll Arbeitgeber dazu veranlassen, zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für junge Menschen, die bereits seit längerem einen Ausbildungsplatz suchen, zu schaffen.

  • So haben Arbeitgeber einen Anspruch auf den Ausbildungsbonus, wenn sie auf einem zusätzlich angebotenen Ausbildungsplatz einen Altbewerber ohne Schulabschluss oder mit einem Sonderschulabschluss, einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Schulabschluss mit einer höchstens ausreichenden Abschlussnote in Deutsch oder Mathematik ausbilden. Auch für die zusätzliche Ausbildung eines lernbeeinträchtigten oder sozial benachteiligten jungen Menschen, der im Vorjahr oder früher die allgemein bildende Schule verlassen hat, erhält der Arbeitgeber den Ausbildungsbonus.
  • Darüber hinaus können Arbeitgeber den Ausbildungsbonus als Ermessensleistung erhalten, wenn sie zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze mit einem Altbewerber besetzen, der über einen mittleren Schulabschluss mit besseren Noten als ausreichend in Deutsch und Mathematik verfügt. Der Ausbildungsbonus kann auch für Auszubildende mit höheren Schulabschlüssen gezahlt werden, wenn sich diese bereits seit mehr als zwei Jahren erfolglos um eine berufliche Ausbildung bemüht haben.

Durch diesen konkreten Kriterienkatalog wird die Zielgenauigkeit des Ausbildungsbonus sichergestellt, Mitnahmeeffekte und Fehlanreize werden vermieden.

Ein weiteres Ziel des Konzeptes „Jugend – Ausbildung und Arbeit“ ist es, junge Menschen individuell beim Übergang von Schule in Ausbildung zu unterstützen. Hierzu wird die befristete Berufseinstiegsbegleitung eingeführt. Vorbild für die Berufseinstiegsbegleitung sind die vielfältigen ehrenamtlichen Ausbildungspatenschaftsprojekte von Verbänden, Vereinen, Kirchen, Gewerkschaften oder anderen Organisationen. Im Rahmen einer modellhaften Erprobung sollen bei einem Träger fest beschäftigte Berufseinstiegsbegleiter Schülerinnen und Schüler an 1.000 Schulen deutschlandweit bei der Vorbereitung des Schulabschlusses, bei der Berufsorientierung und Berufswahl und beim Übergang in eine Berufsausbildung unterstützen.

Abgerundet wird das Paket „Jugend – Ausbildung und Arbeit“ durch eine optimierte Förderung der Zweitausbildung mit Berufsausbildungsbeihilfe.

Das Gesetz soll noch im Sommer und damit rechtzeitig vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres in Kraft treten.

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Deutsche Berufsbildung weltweit vermarkten

Bundesregierung startet auf der Didacta die Initiative EDVANCE

Um das vielfältige Angebot deutscher Anbieter von Aus- und Weiterbildung international noch bekannter zu machen, hat die Bundesregierung die Initiative EDVANCE gestartet. Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat dieses Projekt am Dienstag in Stuttgart auf der Didacta eröffnet. Verantwortlich für die Initiative sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das deutsche Berufsbildungssystem gilt international als vorbildlich – sorgt es doch mit seiner engen Verknüpfung von praxisnaher Ausbildung in den Betrieben und qualitativ hochwertiger Ausbildung in Berufsschulen dafür, dass 90 Prozent der Auszubildenden direkt nach ihrer Lehre einen Job erhalten. Auf diese Weise gibt es auch genügend gut ausgebildete Fachkräfte, die die Wirtschaft dringend braucht.

In vielen Ländern der Welt gibt es ein großes Interesse, mit deutschen Anbietern für berufliche Aus- und Weiterbildung zusammenzuarbeiten. Für diese wiederum bietet der internationale Markt für Bildungsexport von rund 40 Milliarden Euro ein riesiges Betätigungsfeld. Um „Training made in Germany“ international besser sichtbar und erkennbar zu machen, wurde daher die Initiative „EDVANCE“ gestartet. Sie wird durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ) und die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) koordiniert.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.edvance-net.de/ oder bei dem Koordinierungsbüro der Initiative, Frau Sonja Rademacher, Tel 0228/4460 1278.

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Mehr Spaß mit Mathematik!

Bundesbildungsministerium und Telekom Stiftung präsentieren Mathekoffer

Was hat Mathematik mit Zahnpasta zu tun oder mit einem hüpfenden Ball? Und wie gehören Mathematik und Magie zusammen? Der Mathekoffer liefert Antworten auf diese und viele andere spannende Fragen: Ein umfangreiches Set an Materialien ermöglicht Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 10, mathematische Zusammenhänge zu erforschen und die Bedeutung der Mathematik für den Alltag zu entdecken. Bundesbildungsministerin Annette Schavan und Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung, haben den Mathekoffer am Dienstag auf der Bildungsmesse Didacta in Stuttgart vorgestellt. Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt Herstellung und bundesweite Verbreitung des Mathekoffers. Der Koffer entstand nach einer Idee des Fördervereins Mathematisch-Naturwissenschaftlicher Unterricht (MNU) und wird von den Verlagen Erhard Friedrich und Ernst Klett produziert und vertrieben. Die Materialsammlung ist für Schulen ab Mitte März bei den Verlagen erhältlich und kostet zunächst 98 Euro pro Stück. Ebenfalls ab März bieten Telekom Stiftung, MNU und Klett kostenlose Lehrer-Fortbildungen zum Mathekoffer an.

„Mathematik durchdringt wie kaum eine andere Wissenschaft sämtliche Lebens- und Arbeitsbereiche“, sagte Ministerin Schavan in Stuttgart. „Kaum ein Beruf kommt heute noch ohne Mathematik aus.“ Für die Natur- und Ingenieurwissenschaften ist die Mathematik nach den Worten der Ministerin die zentrale Voraussetzung. „Deshalb sollen im Jahr der Mathematik vor allem junge Menschen an die Mathematik herangeführt werden und Spaß an dem Fach bekommen.“ Der Mathekoffer könne dafür einen wichtigen Beitrag leisten.

„Mathematische Zusammenhänge selbst zu erforschen und zu entdecken macht große Freude“, sagte Klaus Kinkel in Stuttgart. „Das vermittelt der Mathekoffer Schülerinnen und Schülern. Er hilft ihnen außerdem dabei, festzustellen, wo Mathematik im täglichen Leben zu finden ist und welch große Bedeutung sie für unseren Alltag hat.“

Verantwortlich für Inhalt und Konzeption des Koffers sind Prof. Dr. Hans-Wolfgang Henn und Andreas Büchter von der Technischen Universität Dortmund (Fachbereich Mathematik). Sie haben pro Mathekoffer vier Themenboxen zusammengestellt: Es geht um Zahlen, Terme, Gleichungen, um räumliches Denken und ebene Figuren, Zufall und Wahrscheinlichkeit sowie funktionale Zusammenhänge. Holzquader, Spiegel und Rauten helfen, geometrische Vorstellungen aufzubauen, Experimente mit dem Würfel geben eine Antwort auf die Frage, warum die „6“ manchmal so lange auf sich warten lässt. Hüpfende Bälle und Sprungfedern zeigen, was man mit Funktionen anfangen kann.

Neben den Materialsammlungen gibt es zu jedem Thema eine Aufgabenkartei und einen Lehrerkommentar. Darüber hinaus hält der Mathekoffer unter der Überschrift „Messen, Schätzen, Überschlagen“ Arbeitsmaterial mit Fragen bereit, bei denen es um Längen, Zeiten oder Gewichte geht. Beim „Zaubern, Spielen, Knobeln“ geht es um optische Täuschungen, Geheimcodes und Zahlentricks. Die Materialien zu den einzelnen Themen sind so verpackt, dass der Koffer gleichzeitig in mehreren Klassen zu verschiedenen Lerngebieten eingesetzt werden kann.

In halbtägigen, kostenlosen Veranstaltungen erhalten Lehrerinnen und Lehrer praktische Tipps für den Einsatz der Lehr- und Arbeitsmaterialien. Informationen zu den Fortbildungsterminen gibt es im Internet unter http://www.mathekoffer.de/, http://www.mnu.de/ und http://www.klett.de/.

Informationen zum Mathekoffer erhalten Sie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (Tiziana Zugaro-Merimi: tiziana.zugaro@bmbf.bund.de; 030/18 57-5303), bei der Deutsche Telekom Stiftung (Andrea Servaty: andrea.servaty@telekom.de; 0228/181 922 05) sowie beim Redaktionsbüro Jahr der Mathematik (Christina Vardakis: vardakis@jahr-der-mathematik.de; 030/700 186 475).

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Storm: Mehr Menschen beteiligen sich an Weiterbildung

Eckdatenbericht zur Weiterbildung veröffentlicht

In Deutschland beteiligen sich wieder mehr Menschen an Weiterbildung. Am Freitag wurden in Berlin die Ergebnisse einer Studie zum Weiterbildungsverhalten der Bevölkerung in Deutschland präsentiert. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebene Befragung zeigt, dass von 2003 bis 2006 die Beteiligung an Weiterbildungskursen von 41 auf 43 Prozent gestiegen ist. „Deutschland ist damit auf gutem Weg, die Weiterbildungsbeteiligung auf 50 Prozent im Jahr 2015 zu steigern. Das ist ein erklärtes Ziel der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung“, sagte Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF.

Auch die Beteiligung am Lebenslangen Lernen ist im Vergleich zum Jahr 2003 um vier Prozentpunkte gestiegen: So haben 72 Prozent der Befragten an Weiterbildungskursen, informeller beruflicher Weiterbildung oder Lernen in der Freizeit teilgenommen: „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, um allen Bevölkerungsgruppen die Beteiligung am Lebenslangen Lernen zu ermöglichen“, betonte Storm. Auch die Entwicklung der beruflichen Weiterbildung ist positiv. Bezogen auf das gesamte Bundesgebiet hat sie sich bei 26 Prozent stabilisiert. In den neuen Bundesländern erhöhte sich der Wert von 26 auf 29 Prozent. Storm: „Die berufliche Weiterbildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Menschen und zur Verringerung des Fachkräftemangels in Deutschland.“

Gleichzeitig zeigt der internationale Vergleich, dass insbesondere bei der beruflichen Weiterbildung in Deutschland Steigerungen möglich sind. „Um noch mehr Menschen für Weiterbildung zu gewinnen, wird es eine Bildungsprämie geben, mit der insbesondere niedrige und mittlere Einkommensgruppen für die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung mobilisiert werden“, so Storm.

Alle drei Jahre lässt das Bundesbildungsministerium in einer großen Repräsentativbefragung die Weiterbildungsbeteiligung der Bevölkerung untersuchen. Die Ergebnisse zum Berichtssystem Weiterbildung – Adult Education Survey 2007 basieren auf einer repräsentativen Befragung von über 10.000 Personen im Bundesgebiet zwischen 19-64 Jahren.

Den Eckdatenbericht finden Sie im Internet unter: www.bmbf.de/pub/weiterbildungsbeteiligung_in_deutschland.pdf

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Hauptschulabschluss nachträglich erwerben – Staatssekretär Sibler gratuliert dem DGB-Bildungswerk zum runden Geburtstag eines Erfolgsmodells

DEGGENDORF. „Jungen Menschen eine Chance zu geben: Diese Aufgabe geht das DGB-Bildungswerk in seinen Vorbereitungskursen jedes Jahr mit Herz und Verstand an“, so Kultusstaatssekretär Sibler heute bei einem Presseempfang im DGB-Bildungswerk. Gefeiert wurde, dass das DGB-Bildungswerk seit 10 Jahren äußerst erfolgreich Kurse anbietet, in denen sich junge Erwachsene ohne Schulabschluss auf den Hauptschulabschluss vorbereiten können. „Junge Menschen brauchen einen Schulabschluss für einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Beruf. Diese zweite Qualifizierungschance hilft, dass niemand, der motiviert ist, auf der Strecke bleibt“, erläuterte Sibler das Modell.

Für junge Erwachsene, die sich erst nach ihrer Schulzeit zu einem erfolgreichen Schulabschluss in der Lage sehen, werden bayernweit von verschiedenen Trägern solche Kurse angeboten. Sie erstrecken sich über ein Schuljahr und bereiten auf die staatlichen Prüfungen für den erfolgreichen oder auch qualifizierenden Hauptschulabschluss vor. Gefördert werden die Kurse, an denen sich derzeit bayernweit rund 750 Jugendliche beteiligen, aus Landesmitteln und Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds. Mit dem Hauptschulabschluss können die Jugendlichen entweder in eine qualifizierte Berufsausbildung im dualen System starten oder sich durch weitere schulische Abschlüsse qualifizieren.

Dr. Gisela Stückl, Sprecherin des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus

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Freiwilliges Ökologisches Jahr

Sander: 2008/ 2009 stehen wieder 195 Plätze für junge Menschen bereit

Pressemitteilung Nr. 4/2008

HANNOVER. Junge Leute im Alter zwischen 16 und 26 Jahren mit Interesse an Natur und Umwelt können sich ab sofort für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in den 163 Einsatzstellen in Niedersachsen bewerben. Die erste Bewerbungsphase läuft bis zum 15. März 2008, Beginn dieses FÖJ ist der 1. September 2008.

Koordinierungsstelle für die Bewerbung und die Abwicklung des FÖJ 2008/2009 ist die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NAA) in Schneverdingen mit ihrer Außenstelle in Hildesheim.

„Das FÖJ ist seit 20 Jahren ein niedersächsisches Erfolgsmodell und dieses Jahr haben 195 Jugendliche die Chance, etwas zum Nutzen der Umwelt zu tun“, erklärte Umweltminister Hans- Heinrich Sander heute (Freitag) in Hannover „. Umweltminister Sander hob freudig hervor, dass es erstmals gelungen sei, das FÖJ mit 20 zusätzlichen Plätzen als Teil der Umweltbildung in Zusammenarbeit von Einsatzstelle und Gesamtschule anzubieten.

Das FÖJ bietet den Teilnehmern eine einzigartige Zeit, um in ihre Berufswünsche hineinzuschnuppern. Das Spektrum ist groß und reicht von handwerklicher über pädagogische Arbeit bis zu Tätigkeiten in der freien Natur oder im Büro. Einsatzstätten sind sowohl Werkstätten, als auch Vereine, Umweltzentren oder Jugendwaldheime.

Erstmals zum 1. August wird das FÖJ auch durch ein Angebot an Ganztagsschulen ergänzt. Es richtet sich an Jugendliche vorrangig mit Abitur, die einen pädagogischen Beruf ergreifen wollen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der entsprechenden Einsatzstelle und der Ganztagsschule. Dort entwickeln die Teilnehmer bis zu drei regelmäßige Arbeitsgruppen im Nachmittagsangebot der jeweiligen Schule.

Die Teilnehmer erhalten ein monatliches Taschengeld und Beiträge für die Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden gezahlt. Viele der Einsatzstellen stellen auch Unterkunft und Verpflegung kostenfrei zur Verfügung. Finanziert wird das FÖJ unter anderem vom Land, von der Wattenmeer- und Umwelt und der Lottostiftung.

Alle Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es bei der NNA, Außenstelle Hildesheim, Am Flugplatz 16, 31137 Hildesheim, Telefon: 05121/ 509-763 oder unter www.nna.de

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Master für Kanalsanierung

Der im Wintersemester 2006/2007 an der Fachhochschule Kaiserslautern gestartete und nach eigenen Angaben „in dieser Form einzigartige“ Masterstudiengang „Instandhaltungsmanagement von Rohrleitungssystemen“ hat die ersten Master (M. Eng.) hervorgebracht. Das teilte die FH am 23. November 2007 mit. Initiiert wurde der Studiengang in Kooperation mit dem Verband Zertifizierter Sanierungsberater für Entwässerungssysteme e.V. (VSB) und der Technischen Akademie Südwest (TAS). Der nächste Termin für das weiterbildende Studium an der FH Kaiserslautern ist für das Sommer/Wintersemester 2008 geplant.

www.tas-kl.de/ro-master
www.sanierungs-berater.de

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Bildungsforschung quer über den Atlantik

Was sich aus einem Vergleich zwischen Kanada und Deutschland lernen lässt

Wie Schülerinnen und Schüler ihre Leistungen weiter verbessern können, ist eine der wichtigsten Fragen, die sich Bildungsforscher bei ihrer Arbeit stellen. Wichtige Erkenntnisse gewinnen sie dabei aus dem Vergleich zwischen verschiedenen Staaten. Eine neue, auch für die deutsche Bildungspolitik aufschlussreiche Studie liegt jetzt vor: Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main, der Humboldt-Universität in Berlin sowie der Universitäten Duisburg-Essen, Leipzig, Mainz und Münster haben mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Schulleistungen und Bildungssysteme in Kanada und Deutschland verglichen.

Kanada bietet sich in vielfacher Hinsicht besonders gut als Vergleichsland an: Es hat eine ähnliche bundesstaatliche Ordnung wie Deutschland – eine Bundesregierung und Provinzen, die im Bildungsbereich viel Einfluss haben, vergleichbar den deutschen Bundesländern. Außerdem ist in Kanada der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund ungefähr vergleichbar mit Deutschland. Die Wissenschaftler untersuchten zum Beispiel, in welchem Ausmaß der Bildungserfolg durch die Verwendung von bestimmten Steuerungsinstrumenten erreicht wird (zum Beispiel durch den Einsatz und die Nutzung von Leistungstests).

Die Studie ist im Buchhandel erhältlich: Arbeitsgruppe Internationale Vergleichsstudie (Hrsg.): Schulleistungen und Steuerung des Schulsystems im Bundesstaat. Kanada und Deutschland im Vergleich.
Münster: Waxmann Verlag 2007, 262 S. € 39,90. ISBN 978-3-8309-1842-4

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