Dienstag, Oktober 27, 2020
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Aus- und Weiterbildung August 2008

August 2008 
28.08.2008 Tag der Talente: 300 Hochbegabte treffen sich in Berlin 
28.08.2008 Sehr gute Entwicklung am Ausbildungsstellenmarkt 
28.08.2008 Forschung und Bildung besser vernetzen 
28.08.2008 Ausbildungsbonus tritt in Kraft 
28.08.2008 Jetzt online: Aktuelle statistische Daten zur allgemeinen Weiterbildung 
18.08.2008  Neues Förderprogramm JOBSTARTER CONNECT gestartet 
15.08.2008 BAföG-Anhebung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt 
15.08.2008  Gegen Fachkräftemangel: Ingenieure qualifizieren 
15.08.2008  Studierende erstmals zufrieden mit Qualität des Studiums 
15.08.2008  Höhere BAföG-Sätze werden zu Semesterbeginn wirksam 
15.08.2008  Moderne Ausbildungsberufe machen Lehrstellenmarkt attraktiv 
15.08.2008 Schavan: „Abwärtstrend bei den Studienanfängern ist gestoppt“ 
15.08.2008  Kabinett beschließt Strategiebericht zu Sozialschutz und sozialer Eingliederung 

 


Tag der Talente: 300 Hochbegabte treffen sich in Berlin

Bundesbildungsministerin Annette Schavan ehrt den Nachwuchs

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lädt vom 20. bis 22. September 300 Preisträgerinnen und Preisträger unterschiedlicher bundesweiter Talentwettbewerbe nach Berlin ein. Im Rahmen des „Tag der Talente“ ehrt Bundesbildungsministerin Annette Schavan am 22. September hochbegabte Schülerinnen und Schüler für ihre herausragenden Leistungen, die sie bei Wettbewerben wie „Jugend forscht“ oder „Bundeswettbewerb Komposition“ im vergangenen Jahr gezeigt haben. Neben der Ehrung stehen Diskussionsrunden, ein Markt der Neugier mit zahlreichen Ausstellungsständen sowie Workshops mit prominenten Partnern im Zentrum der dreitägigen Veranstaltung.

Die Leistungen der jungen Talente sind so vielfältig wie die Wettbewerbe, an denen die Preisträgerinnen und Preisträger teilgenommen haben. So gewann beispielsweise das Erstlingswerk des Jungregisseurs Jan Riesenbeck „Kopfgeburtenkontrolle“ den Deutschen Filmnachwuchspreis 2007. André Heinrichs hingegen entwickelte gemeinsam mit Florian Trost ein Verfahren, um die durch Muskelkraft erzeugte Energie in einem Fitnessstudio in Strom zu verwandeln. Und Jessica Fintzen gewann als deutsche Vertreterin bei der internationalen Physik-Olympiade Bronze. So unterschiedlich die Talente und Disziplinen sind, gemeinsam sind ihre besonderen Leistungen.

Der Tag der Talente präsentiert sich mit einem abwechslungsreichen Programm: Zum Auftakt begrüßt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Andreas Storm, die Teilnehmer. Im Rahmen des Abendprogramms stellen einzelne Talente ihre Erfindungen und Kunstwerke vor. Zahlreiche Workshops bieten die Möglichkeit, sich über verschiedene Themen zu informieren. Dafür konnten prominente Partner gefunden werden: So gibt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) Einblick in die journalistische Arbeit seines Hauptstadtstudios, bei Bayer Schering Pharma schlüpfen die Teilnehmer in die Rolle eines Wirkstoffforschers während unter Leitung der Deutschen SchülerAkademie über Folter und Menschenrechte diskutiert wird.

Zum Abschluss des „Tag der Talente“ am Montag, 22. September, spricht Bundesbildungsministerin Annette Schavan zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und nimmt an einer Diskussionsrunde zum Thema Forschung in Deutschland teil. Neben der Ministerin wird auch der Erfinder des mp3-Formats, Prof. Karlheinz Brandenburg, dabei sein.

Vertreter der Medien sind zu den Veranstaltungen am Samstag und Montag herzlich eingeladen. Bitte wenden Sie sich für eine Akkreditierung und für weitere Informationen an das Pressebüro „Tag der Talente“. Bitte melden Sie Interview-Wünsche vorab an.

Pressekontakt:
Pressebüro Tag der Talente
c/o Scholz & Friends Agenda
Herr Moritz Kracht
Tel: 030 700 186 796
Fax: 030 700 186 810
Email: moritz.kracht@s-f.com

 

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Sehr gute Entwicklung am Ausbildungsstellenmarkt

Storm: „Lehrstellenrekord zeichnet sich ab“

Anlässlich der Bekanntgabe der neuen Ausbildungsplatzzahlen einen Monat vor Ende des Vermittlungsjahres sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Andreas Storm, am Donnerstag in Berlin: „Die Ausbildungsbilanz für dieses Jahr entwickelt sich sehr erfreulich. Alle Indikatoren sprechen dafür, dass wir den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreichen werden. Damit zeichnet sich ein Lehrstellenrekord ab.“ Auch die großen Kammerorganisationen ZDH und DIHK meldeten bis Ende Juli 2008 16.000 Verträge mehr. Das würde im Vergleich zum Jahr 2005 eine Zunahme um 90.000 Lehrverträge bedeuten. „Damit haben wir die Anzahl der Ausbildungsplätze erheblich gesteigert“, so Storm. Parallel ist auch die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland gesunken: „Wir haben seit 2005 die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen um die Hälfte reduziert. Damit steht Deutschland auch im internationalen Vergleich sehr gut da“, betonte Storm.

Storm sagte weiter: „Die Bundesregierung leistet mit ihrer Qualifizierungsinitiative einen wichtigen Beitrag für den Lehrstellenmarkt.“ Im Rahmen der Initiative hat das Bundesbildungsministerium das Programm „JOBSTARTER CONNECT“ gestartet, das mithilfe von Ausbildungsbausteinen die Übergänge für Jugendliche in eine duale Ausbildung verbessern will. „Ziel ist es, insbesondere den Altbewerbern den Einstieg in die berufliche Bildung zu ermöglichen“, sagte Storm. Um zusätzliche Ausbildungsplätze für Altbewerber zu schaffen, haben das Bundesbildungsministerium und das Bundesarbeitsministerium gemeinsam das Konzept „Jugend – Ausbildung und Arbeit“ entwickelt. Mit einem Ausbildungsbonus für Betriebe sollen betriebliche Ausbildungsmöglichkeiten für förderungsbedürftige Altbewerber gewonnen werden. Insgesamt sollen in den kommenden drei Jahren rund 100.000 Altbewerber die Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen.

 

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Forschung und Bildung besser vernetzen

Neugestaltetes BMBF-Portal zur internationalen Kooperation geht heute online

Die deutschen Forschungs- und Bildungseinrichtungen setzen auf Zusammenarbeit mit europäischen und außereuropäischen Partnern. Damit sichern sie Deutschland dauerhaft Kompetenz- und Innovationsvorsprünge. Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung kann außerdem helfen, globale Probleme wie Krankheiten oder den Klimaschutz besser zu lösen. Die Bundesregierung hat sich im Februar mit der Internationalisierungsstrategie ehrgeizige Ziele zur verbesserten Vernetzung der deutschen Wissenschaft gesetzt. Hierzu leistet das Internetportal „Kooperation international“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) einen wichtigen Beitrag. Als Wegweiser zur internationalen Zusammenarbeit von Forschung und Bildung präsentiert sich das Portal www.kooperation-international.de seit heute noch übersichtlicher und informativer.

Die neue Seite bietet den Nutzern eine übersichtlichere und deutlich benutzerfreundlichere Menüführung und eine klare Struktur. Neu ist außerdem ein Kooperationsforum, auf dem sich Partnerprojekte präsentieren und Forschungseinrichtungen kommunizieren. Bereits jetzt gibt es ein solches Forum für die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit mit mehreren hundert Projekten aus allen Wissenschaftsbereichen. Foren zu weiteren Partnerländern sollen in Kürze entstehen.

Schon jetzt verzeichnet „Kooperation international“ über 200.000 Besuche im Monat. Die Plattform stellt aktuelle Forschungsaktivitäten vor und präsentiert Projekte von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen. Auf der neu gestalteten Seite finden die

Besucher umfangreiche Informationen über bestehende Kooperationen. In mehr als 40 ausführlichen Dossiers werden die wichtigsten Forschungs-Partnerländer Deutschlands sowie multinationale Organisationen vorgestellt. 4000 internationale Links ermöglichen weitergehende Informationen zu Kooperationsmöglichkeiten und bestehender Zusammenarbeit. Über 200 aktuelle Nachrichten monatlich tragen dazu bei, dass die Nutzer auf dem Laufenden bleiben.

„Kooperation international“ richtet sich an alle, die mit dem Ausland in Forschung und Bildung kooperieren möchten oder hierfür Beratungs- und Vermittlungsdienste anbieten. Das können Wissenschaftler, Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Personen aus Politik und Verwaltung sein, aber auch Studierende, die sich für Auslandsaufenthalte interessieren.

Damit auch Einrichtungen aus dem Ausland das Portal nutzen können, gibt es eine englischsprachige Version der Internetseite. Aktuell tragen 15 Partnerinstitutionen aus Bildung, Forschung und Technologie dazu bei, das Angebot ständig zu aktualisieren und auszubauen.

„Kooperation international“ lädt zu einem Besuch des neu gestalteten Portals unter www.kooperation-international.de ein.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Ausbildungsbonus tritt in Kraft

Das Gesetz zur Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen ist heute verkündet worden. Es tritt damit morgen in Kraft. Dazu erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Mit dem Gesetz werden wesentliche Elemente des Konzepts „Jugend – Ausbildung und Arbeit“ umgesetzt, das mit der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung beschlossen wurde. Das Ziel der Initiative: 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze bis zum Jahr 2010 gerade für die jungen Menschen, die bisher weniger Chancen am Ausbildungsmarkt hatten.

Dazu wurden im Sozialgesetzbuch III zielgenaue und befristete Regelungen für einen Ausbildungsbonus und die Berufseinstiegsbegleitung geschaffen. Außerdem wird in Ausnahmefällen die Förderung einer zweiten Berufsausbildung mit Berufsausbildungsbeihilfe als Ermessensleistung ermöglicht.

Der Ausbildungsbonus – gestaffelt in Höhe von 4000, 5000 oder 6000 Euro – soll Arbeitgeber dazu veranlassen, zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für junge Menschen, die bereits seit längerem einen Ausbildungsplatz suchen, zu schaffen.

* So haben Arbeitgeber einen Anspruch auf den Ausbildungsbonus, wenn sie auf einem zusätzlich angebotenen Ausbildungsplatz einen Altbewerber ohne Schulabschluss, mit einem Sonder- oder einem Hauptschulabschluss ausbilden. Auch für die zusätzliche Ausbildung eines lernbeeinträchtigten oder sozial benachteiligten jungen Menschen, der im Vorjahr oder früher die allgemein bildende Schule verlassen hat, erhält der Arbeitgeber den Ausbildungsbonus.
* Darüber hinaus können Arbeitgeber den Ausbildungsbonus als Ermessensleistung erhalten, wenn sie einen zusätzlichen betrieblichen Ausbildungsplatz mit einem Altbewerber besetzen, der über einen mittleren Schulabschluss verfügt. Der Ausbildungsbonus kann auch für Auszubildende mit höheren Schulabschlüssen gezahlt werden, wenn sich diese bereits seit mehr als zwei Jahren erfolglos um eine berufliche Ausbildung bemüht haben.
* Arbeitgeber können den Ausbildungsbonus auch dann bekommen, wenn sie einen Auszubildenden übernehmen, der seine Ausbildung wegen der Insolvenz, der Stilllegung oder der Schließung seines Ausbildungsbetriebes vorzeitig beenden musste. Voraussetzung dafür ist, dass die Vermittlung des Jugendlichen wegen in seiner Person liegender Gründe erschwert ist.

Der Ausbildungsbonus wird in zwei Teilbeträgen ausgezahlt: je zur Hälfte nach Ablauf der Probezeit und nach Zulassung zur Abschlussprüfung.

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes können die Agenturen für Arbeit zum Start des neuen Ausbildungsjahres nun Arbeitgebern den Ausbildungsbonus bewilligen. Zuständig ist jeweils der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit.

Ein weiteres Ziel des Konzeptes „Jugend – Ausbildung und Arbeit“ ist es, junge Menschen individuell beim Übergang von der allgemein bildenden Schule in Ausbildung zu unterstützen. Hierzu wird befristet die Berufseinstiegsbegleitung modellhaft erprobt. Vorbild für die Berufseinstiegsbegleitung sind die vielfältigen ehrenamtlichen Ausbildungspatenschaftsprojekte von Verbänden, Vereinen, Kirchen, Gewerkschaften oder anderen Organisationen. Im Rahmen der modellhaften Erprobung sollen bei einem Träger fest beschäftigte Berufseinstiegsbegleiter Schülerinnen und Schüler an 1 000 Schulen deutschlandweit bei der Vorbereitung des Schulabschlusses, bei der Berufsorientierung und Berufswahl und beim Übergang in eine Berufsausbildung unterstützen.

Abgerundet wird das Paket „Jugend – Ausbildung und Arbeit“ durch eine optimierte Förderung der Zweitausbildung mit Berufsausbildungsbeihilfe.

Ausbildungsbonus – Informationsblatt
(http://www.bmas.de/coremedia/generator/27408/ausbildungsbonus__informationsblatt.html)

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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Jetzt online: Aktuelle statistische Daten zur allgemeinen Weiterbildung

Der Verbund Weiterbildungsstatistik gibt Daten für 2006 heraus.

 

 

Zum fünften Mal veröffentlicht das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE), Bonn, die „Weiterbildungsstatistik im Verbund“, in der Daten aus fünf großen Organisationen allgemeiner und politischer Weiterbildung zusammengefasst sind. Das kommentierte Tabellenwerk enthält umfassende Informationen zu Rechtsformen, Personal, Finanzierung und Veranstaltungsprofilen der beteiligten Weiterbildungsorganisationen und steht kostenlos im Internet auf
http://www.die-bonn.de/doks/weiland0801.pdf zur Verfügung.
Am „Verbund Weiterbildungsstatistik“ sind der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB), der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben (BAK AL), die Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE) und die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) beteiligt. Hinzu kommt als assoziierter Partner der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV). Von ca. 1.840 Einzeleinrichtungen dieser Dachverbände lagen Daten für das Jahr 2006 vor, die vom DIE ausgewertet wurden. Die Verbundsstatistik deckt etwa ein Fünftel der Einrichtungen der organisierten Weiterbildung in Deutschland ab und leistet einen wichtigen Beitrag zur Transparenz über einen bedeutenden Teilbereich der Weiterbildungslandschaft.

Wichtige Ergebnisse aus der Verbundsstatistik 2006 (auf die Grundgesamtheit von ca. 2.315 Einrichtungen hochgerechnet):
o Im Verbund wurden rund 1,1 Millionen Weiterbildungsveranstaltungen durchgeführt.
o Das Zeitvolumen der durchgeführten Veranstaltungen betrug insgesamt 22 Millionen Unterrichtsstunden.
o 2006 wurden 19 Mio. Teilnahmen an Veranstaltungen der beteiligten Organisation gezählt.
o Die eingesetzte Personalkapazität umfasste bei den hauptberuflichen Mitarbeitenden 13,0 Tausend Stellen. Darüber hinaus waren bei den Einrichtungen 264 Tausend Menschen eh-renamtlich, neben- oder freiberuflich tätig.
o Die Teilnehmenden trugen über Entgelte und Gebühren 35% der für die Weiterbildung eingesetzten finanziellen Mittel. 28% wurden von den Trägern der Einrichtungen aufgebracht (inkl. kommunale Träger bei Volkshochschulen), 27% stammten aus verschiedenen öffentlichen Haushalten. Die Einrichtungen warben 10% sonstige Mittel ein. Das gesamte Finanzvolumen lag bei 1,3 Milliarden €.

Die Erstellung der Weiterbildungsstatistik des Verbundes gehört seit 2007 zu den Regelaufgaben des DIE. Wegbereiter dafür waren zwei vom BMBF von 2000 bis 2007 geförderte Projekte. Neben der Auswertung und Veröffentlichung der Daten bietet das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung auch individuell zugeschnittene statistische Auswertungen für die Verbundpartner sowie für Wissenschaft, Politik und Praxis.

Weitere Informationen: http://www.die-bonn.de/service/statistik/index.asp
Daniela Jung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung

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Neues Förderprogramm JOBSTARTER CONNECT gestartet

Schavan: „Abschluss und Anschluss für alle Jugendlichen ermöglichen“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit dem Ausbildungsprogramm JOBSTARTER CONNECT neue Möglichkeiten, Jugendliche ohne regulären Ausbildungsplatz in die duale Berufsausbildung zu bringen. Die Richtlinien der ersten Förderrunde wurden auf der JOBSTARTER-Website veröffentlicht. Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte am Montag zu dem neuen Programm: „Mit JOBSTARTER CONNECT sollen bessere Möglichkeiten genutzt werden, auch den Jugendlichen, die nicht gleich einen Ausbildungsplatz gefunden haben, den Einstieg in die berufliche Bildung und die Teilhabe an unsere Gesellschaft zu ermöglichen.“

Das Programm JOBSTARTER CONNECT ist Teil der Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ und bietet einen neuen Ansatz für die Ausbildungs- und damit auch Berufsintegration von jungen Menschen. Rund 60 Millionen Euro beträgt der Förderumfang von JOBSTARTER CONNECT. Die Mittel werden vom BMBF und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union zur Verfügung gestellt.

Ziel des Programms ist es, Lösungen zu finden, damit auch junge Menschen die nicht unmittelbar nach verlassen der Schule einen Ausbildungsplatz erhalten haben, die Chance bekommen, eine Berufsausbildung abzuschließen. Dadurch soll langfristig auch dem erwarteten Fachkräftemangel in Deutschland begegnet werden. Das BMBF knüpft damit an die Empfehlungen des Innovationskreises Berufliche Bildung an: Sowohl die Ausbildung für Altbewerberinnen und Altbewerber als auch die Gestaltung von Übergängen sollen mithilfe von Ausbildungsbausteinen verbessert werden.

Mittels der Ausbildungsbausteine und der dokumentierten Kompetenzen der Teilnehmer sollen Lösungsansätze entwickelt werden, um die Jugendlichen frühzeitig in die reguläre berufliche Ausbildung zu integrieren. Damit wird auch am Prinzip der einheitlichen Abschlussprüfung festgehalten, die vor der Kammer abgelegt wird. Durch die einzelnen Bausteine können außerdem „Warteschleifen“, also der Zeitraum zwischen Schulzeit und Ausbildungsbeginn, besser genutzt werden.

Folgende vier Anwendungsbereiche sind zur Erprobung in der Praxis vorgesehen:
-Qualifizierung von Altbewerberinnen und Altbewerbern,
-Schnittstelle Benachteiligtenförderung / betriebliche Ausbildung,
-Schnittstelle schulische (einjährige oder vollzeitschulische) Ausbildung / Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung,
-Nachqualifizierung.

Die Ausbildungsbausteine wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des BMBF auf Basis der geltenden Ausbildungsordnungen in 14 Ausbildungsberufen entwickelt. Diese werden nun Rahmen von JOBSTARTER CONNECT erprobt. Mit dem Programm soll auch eine stärkere Praxisausrichtung der Maßnahmen des Übergangssystems durch die Orientierung an der dualen Berufsausbildung verfolgt werden.

Bis zum 17. Oktober können Antragsteller ihre Projektskizzen bei der JOBSTARTER-Programmstelle im BIBB einreichen. Anfang 2009 werden bis zu 30 Projekte starten. Insgesamt ist geplant, in zwei Förderrunden bis zu 70 Projekte auf den Weg zu bringen, die laufend evaluiert werden. Die Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung führt das Programm durch.

Die Ausbildungsbausteine aller 14 Ausbildungsberufe können unter
www.jobstarter-connect.de heruntergeladen werden.

Weitere Informationen: www.jobstarter-connect.de

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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BAföG-Anhebung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt

Schavan: „Investition in Bildung ist wichtig, unsere Konzepte greifen“ / Abwärtstrend bei BAföG-Empfängern gestoppt

Die Zahl der BAföG-Empfänger ist in 2007 im Vergleich zum Jahr 2006 nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes geringfügig zurück gegangen. Der Anteil der mit dem Höchstbetrag Geförderten stieg dagegen um einen Prozentpunkt. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sieht sich in ihrem hochschulpolitischen Konzept bestätigt. „Die BAföG-Erhöhung in diesem Monat kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Zahl der Geförderten wird deutlich steigen, in etwa um 100.000, ebenso die Fördersätze. Es ist erfreulich, mit objektiven Zahlen belegen zu können, dass wir zum im richtigen Zeitpunkt die notwendigen Investitionen in die Bildung getätigt haben“, sagte sie am Freitag.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt rund 806.000 Auszubildende mit BAföG gefördert, davon rund 495.000 Studierende und 311.00 Schüler. Der durchschnittliche Förderbetrag ist konstant geblieben (375 Euro bei Studierenden, 301 Euro bei Schülern).

„Bei der Ausbildungsförderung haben wir eindeutig die richtigen Schwerpunkte gesetzt – trotz der Herausforderung, den Haushalt zu konsolidieren“, sagte Annette Schavan zu den aktuellen Zahlen. „Mit der erfolgten BAföG-Anhebung zum kommenden Semester und den spürbaren Verbesserungen insbesondere für Auszubildende aus Migrantenfamilien oder mit Kindern haben wir wichtige Schritte in die richtige Richtung getan.

Die Bildungsministerin machte zugleich deutlich, dass es sich hier nur um einen Teil der hochschulpolitischen Gesamtstrategie der Bundesregierung handelt. „Neben individuellen Finanzhilfen kommt es darauf an, ein ausreichendes Studienangebot zu sichern, um allen, die willig und fähig sind, ein Hochschulstudium zu ermöglichen. Hierfür haben wir gemeinsam mit den Ländern im Hochschulpakt die Weichen gestellt.“ Bund und Länder haben sich bereits dazu bekannt, die Förderung über 2010 hinaus fortzuführen. Zudem unterstützt die Bundesregierung die Absicht der Länder, die bisherige Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zu einer Serviceagentur umzugestalten, um das Studienangebot transparenter zu machen und die Vermittlung zwischen Studienplatzangebot und -nachfrage zu verbessern.

Als weiteres vordringliches Ziel forderte Schavan mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem. Mit den neuen „Aufstiegsstipendien“ bietet das BMBF besonders qualifizierten Berufstätigen einen Anreiz, ein Hochschulstudium aufzunehmen. „Damit wird die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung erhöht, die Aufstiegschancen werden verbessert“, so die Bundesbildungsministerin.

Weitere Informationen zum BAföG:
Im Internet können unter www.das-neue-bafoeg.de alle Informationen zum BAföG mit Gesetzestexten, Antragsformularen, Adressen und ausführlichen Erläuterungen und Beispielen abgerufen werden. Dort finden sich auch weitere Hinweise zum Bildungskredit und zur Begabtenförderung.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Gegen Fachkräftemangel: Ingenieure qualifizieren

BMBF fördert Weiterbildungskurse für arbeitslose Ingenieure

Bis zum Jahr 2013 könnten in Deutschland rund 85.000 Ingenieurwissenschaftler fehlen. Um arbeitslose Ingenieure fit zu machen für die aktuellen Ansprüche auf dem Arbeitsmarkt, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Weiterbildungskurse mit 2,68 Millionen Euro. „Lebenslanges Lernen und Weiterbildung sind notwendig, damit unsere Ingenieure fit sind für die sich verändernden beruflichen Anforderungen“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin. Die Maßnahme „Ingenieur/innen – Akademiker/innen qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt“ ist auf derzeit arbeitslose Absolventen ingenieurs- und naturwissenschaftlicher Studiengänge zugeschnitten. Sie ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung, um qualifizierten Fachkräften den Wiedereinstieg ins Berufsleben und damit den Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen.

Die Kurse richten sich an hiesige und zugewanderte arbeitslose Akademiker und Akademikerinnen, unabhängig von der Dauer der bisherigen Erwerbstätigkeit. Die Ingenieure können sich bis zu 13 Monate an Hochschulen für den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben qualifizieren. Insbesondere Langzeitarbeitslose erhalten dadurch die Chance, sich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Berufsspezifische Studienergänzungen – beispielsweise in der regenerativen Energietechnik, in der Laser- oder Medizintechnik – setzen sich aus einem Theorieteil an einer Hochschule und einem mehrmonatigen Praktikum zusammen. Neben den gezielten Studienergänzungen umfasst das Bildungsangebot einzelne Kurztrainings für Soft-Skills und fachliche Zusatzqualifikationen.

Die Maßnahme wird von der Otto Benecke Stiftung e.V. angeboten. Für das Bundesbildungsministerium führt sie bereits seit vielen Jahren bundesweit erfolgreich Fortbildungen für arbeitslose Akademiker und Akademikerinnen auch aus anderen Disziplinen durch, etwa mit dem Projekt AQUA „Akademikerinnen und Akademiker qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt“.

Die Fortbildungsmaßnahme wird vom BMBF und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. Während der Dauer der Fortbildung beziehen die Teilnehmer weiter Arbeitslosengeld I oder II.

Weitere Informationen zum Bildungsangebot und zur Bewerbung erhalten Sie bei der Otto Benecke Stiftung e.V. unter der Hotline 0228/8163-600 oder im Internet unter www.obs-ev.de.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Studierende erstmals zufrieden mit Qualität des Studiums

Schavan: „Augenmerk liegt auf Qualität der Lehre“ / 10. Studierendensurvey zeigt positive Bilanz deutscher Studenten

Die Studierenden an deutschen Universitäten und Fachhochschulen sind mit der Qualität des Studiums zunehmend zufrieden. Viele wünschen sich allerdings noch eine bessere Betreuung im Studium und beim Übergang in den Arbeitsmarkt sowie mehr Praxisbezug. Das sind die zentralen Aussagen des 10. Studierendensurveys zu „Studiensituation und studentischen Orientierungen“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Donnerstag veröffentlichte. Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte zu den Ergebnissen der Befragung: „Inhalt und Struktur des Studiums werden erfreulicherweise sehr positiv eingeschätzt. Hier müssen wir unsere Anstrengungen mit Ländern und Hochschulen weiter intensivieren.“

Erstmals überwiegen in der Bilanz die positiven Bewertungen zu allen vier Grundelementen der Studienqualität: inhaltliche Qualität, Aufbau des Studienganges, Durchführung der Lehrveranstaltungen sowie Beratung und Betreuung durch die Lehrenden . Nach wie vor schneidet die Betreuung aber weniger gut ab. „Durch den Bologna-Prozess sind wichtige Prozesse angeregt worden, die die Betreuung der Studierenden verbessern. Diese Ansätze müssen wir mit Ländern und Hochschulen konsequent weiter verfolgen“, sagte die Bildungsministerin. „Unser Augenmerk liegt auf der Qualität der Lehre.“

Die Studie belegt außerdem, dass die Studierenden ihr Studium effizienter gestalten wollen als noch vor wenigen Jahren, sei es durch einen zügigen Studienablauf, hohe Arbeitsintensität oder ein besonders gutes Examen. Auch die geplante Studiendauer hat sich weiter verringert. Dies ist fast vollständig auf den gestiegenen Anteil an Bachelor-Studierenden zurückzuführen Die Studie zeigt außerdem, dass Prüfungsängste in Bachelor-Studiengängen nicht höher sind als in anderen Studiengängen.

Des weiteren belegen die Ergebnisse der Studie, dass trotz des stabil hohen Anteils studierender Frauen, die Wahl des Studienfachs noch immer traditionellen Bahnen folgt: Nach wie vor gibt es wenige Studentinnen in den MINT-Fächern, also in den mathematischen, informationstechnischen, naturwissenschaftlichen, oder technischen Studiengängen. Eine Ursache dafür ist bereits die Wahl entsprechender Leistungskurse in der gymnasialen Oberstufe, da Leistungsfächer und Studienfach häufig im unmittelbaren Zusammenhang stehen. Um verstärkt junge Frauen für die MINT-Fächer zu gewinnen, müssen Mädchen also bereits in der Schule für die mathematisch- und naturwissenschaftlichen Leistungskurse gewonnen werden.

In der Studie wurde erneut deutlich, dass sich die „Schere“ der sozialen Herkunft beim Hochschulzugang vergrößert hat . Deshalb müssen die Schulen verstärkt dafür sorgen, dass die Chancen zum Erwerb eines höheren Schulabschlusses ausschließlich von der Leistung der Schülerinnen und Schüler und nicht von ihrer sozialen Herkunft abhängig sind. Dazu gehört auch, leistungsstarke Kinder aus bildungsfernen Schichten und deren Eltern beim Zugang zur gymnasialen Oberstufe aktiv zu unterstützen. Bildungsministerin Annette Schavan erklärte hierzu: „Wir wollen junge Leute aus allen gesellschaftlichen Schichten für ein Hochschulstudium motivieren. Deshalb müssen wir die starren Zugangsbeschränkungen für ein Hochschulstudium überdenken und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung erhöhen.“ Aktuelle Studien zeigen, dass ein Studium die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist. „Ein Studium lohnt sich immer!“, so die Ministerin.

Die Ergebnisse des Studierendensurveys basieren auf Antworten von rund 8.350 Studierenden von Universitäten und Fachhochschulen, die sich im Wintersemester 2006/2007 an der Befragung beteiligt haben. Der Studierendensurvey wird von Forschern der Universität Konstanz durchgeführt und bietet seit 25 Jahren im dreijährigen Abstand Daten zum sozialen Profil der Studierenden, ihren Studienerwartungen und -strategien, bis hin zu den beruflichen Aussichten und Arbeitsmarktreaktionen.

Die vollständige Studie finden Sie im Internet unter: http://www.bmbf.de/pub/studiensituation_studentetische_orientierung_zehn.pdf

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Höhere BAföG-Sätze werden zu Semesterbeginn wirksam

Schavan: „BAföG erleichtert die Entscheidung für ein Studium“

Die mit dem 22. Änderungsgesetz zum BAföG erhöhten Bedarfssätze und Einkommensfreibeträge werden zum 1. August und damit pünktlich zu Beginn des Semesters und des Schuljahres wirksam. Die Bedarfssätze für Schüler und Studierende sind um zehn Prozent, die Freibeträge um jeweils acht Prozent angehoben worden; damit verbessert sich der maximale monatliche Förderungssatz für Studierende ohne Kind auf 643 Euro. Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte dazu am Freitag: „Mit der Aufstockung des BAföG erleichtern wir die Entscheidung für ein Studium – denn wir haben damit deutliche finanzielle und strukturelle Verbesserungen geschaffen.“

Durch die Anhebung der Freibeträge wird der Kreis der Geförderten voraussichtlich um 100.000 zusätzliche Studierende und Schüler erweitert. In dem am 2. Juli 2008 vom Bundeskabinett beschlossenen Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2009 ist dementsprechend eine Steigerung der BAföG-Ausgaben auf mehr als 1,4 Milliarden Euro berücksichtigt.

Gleichzeitig betonte Schavan die familienfreundlichen und internationalen Komponenten der BAföG-Novelle, die bereits seit Jahresanfang gelten. „Auszubildende mit Kindern sowie Migrantinnen und Migranten stehen im Fokus der Gesetzesänderungen und profitieren seit Jahresanfang in mehrfacher Weise von den Verbesserungen.“ Neben den allgemeinen Erhöhungen wurde ein die Bedarfssätze erhöhender Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 113 Euro für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind eingeführt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Zudem erhalten Auszubildende mit Migrationshintergrund leichter eine BAföG-Förderung.

Auch ein Auslandsstudium innerhalb der Europäischen Union kann schon ab dem ersten Semester gefördert werden, an Auslandspraktika außerhalb Europas werden keine erhöhten Anforderungen mehr gestellt. Schavan betonte die besondere Bedeutung des BAföG für die internationale Mobilität deutscher Studierender: „Ein Hauptanliegen des Bologna-Prozesses ist die Mobilität der Auszubildenden. Unser Ziel ist: 50 Prozent der Studierenden sollen einen Teil ihres Studiums im Ausland verbringen, bei 20 Prozent davon soll dieser Aufenthalt mindestens ein Semester dauern. Dass die Zahl der deutschen Studierenden im Ausland in den letzten 15 Jahren kontinuierlich gestiegen ist, ist nicht zuletzt dem Auslands-BAföG zu verdanken.“

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Moderne Ausbildungsberufe machen Lehrstellenmarkt attraktiv

Industrielle Produktion erhält neuen High-Tech-Ausbildungsberuf

Zum Ausbildungsjahr 2008/2009 treten eine Reihe neuer Ausbildungsordnungen in Kraft – insgesamt wird es sieben neue Ausbildungsberufe geben. Mit zwei Spezialberufen für die Automatenbranche und einem Beruf für die Personaldienstleistungswirtschaft werden für die duale Berufsausbildung neue wichtige Potenziale erschlossen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte dazu am Freitag: „Moderne Ausbildungsberufe im dualen System leisten wichtige Beiträge für die Verbesserung der Lage auf dem Lehrstellenmarkt.“ Zu den neuen Berufen gehört unter anderen die Ausbildung zur Fachkraft für Automatenservice. Die Auszubildenden können im dritten Lehrjahr zwischen Qualifikations-Schwerpunkten aus dem kaufmännischen und technischen Bereich wählen. „Damit wird ein modernes und flexibles Modell erprobt, bei dem nicht nur rein kaufmännische oder technische Profile möglich sind, sondern auch den Qualifizierungsanforderungen von Betrieben entsprechende Mischformen“, sagte Schavan.

Mit dem bereits in der High-Tech-Strategie angekündigten neuen Ausbildungsberuf „Produktionstechnologe/Produktionstechnologin“ wird eine Lücke in der industriellen Produktion geschlossen – mit den vorhandenen Ausbildungsberufen konnte der Bedarf der Unternehmen in diesem Bereich nicht mehr ausreichend abgedeckt werden. Absolventen dieser Berufsausbildung können sich künftig zu Prozess- oder Applikationsexperten weiterentwickeln und anschließend auch noch einen Fortbildungsabschluss zum Geprüften Prozessmanager – Produktionstechnologie erlangen. „Mit dieser Aus- und Fortbildung aus einem Guss haben wir innerhalb weniger Monate eine äußerst innovative und komplexe Neuordnung abgeschlossen“, sagte Schavan.

Auch die Personalwirtschaft bekommt einen neuen Ausbildungsberuf, der Personaldienstleistungskaufmann oder die Personaldienstleistungskauffrau. Damit wird der wachsenden Bedeutung dieser Branche Rechnung getragen. Der Beruf kann auch ein passendes Qualifizierungsangebot für Personalabteilungen von Unternehmen sein.

Weitere Ausbildungsberufe, die zum 01. August 2008 neu in Kraft treten:

Fotomedienfachmann/Fotomedienfachfrau
Servicekraft für Schutz und Sicherheit
Speiseeishersteller/Speiseeisherstellerin

Modernisiert wurden:

Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Friseur/Friseurin
Seiler/Seilerin

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.bibb.de/de/27376.htm

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Schavan: „Abwärtstrend bei den Studienanfängern ist gestoppt“

Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte am Dienstag in Bonn: „Der Abwärtstrend bei der Entwicklung der Studienanfängerzahlen ist gestoppt. Seit 2007 haben endlich wieder mehr junge Menschen ein Studium aufgenommen als im Jahr zuvor. Damit zeigt der Hochschulpakt erste Wirkung. Wir rechnen auch künftig mit steigenden Zahlen bei den Studierenden. Die Zahlen zeigen aber auch, dass noch erhebliche Anstrengungen der Länder und der Hochschulen erforderlich sind, um die angestrebte Zielmarke zu erreichen. Deshalb muss der Hochschulpakt konsequent fortgeführt werden. Die Bundesregierung setzt hier wesentliche Maßstäbe. Zum Wintersemester 2008/2009 wird es eine deutliche Anhebung der BAföG-Sätze geben. Damit schaffen wir wesentliche Verbesserungen und erleichtern die Entscheidung für ein Studium.“

Schavan verwies zudem auf zwei aktuelle Studien des Hochschul-Informations-Systems (HIS) zu Studierenden in Deutschland: „Die Arbeitslosenquote ist mit etwa drei Prozent bei Universitäts- und zwei Prozent bei Fachhochschulabsolventen sehr niedrig. Das zeigt: ein Studium lohnt sich! Die besten Chancen auf einen Arbeitsplatz haben Hochschulabsolventen. Auch Studiengebühren spielen nur eine untergeordnete Rolle bei der Wahl des Hochschulortes oder Studienfaches.“

Die Ministerin betonte, dass es mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem geben müsse: „Mit unseren Aufstiegsstipendien wollen wir besonders qualifizierten Berufstätigen einen Anreiz bieten, ein Hochschulstudium aufzunehmen. Damit erhöhen wir die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung und verbessern die Aufstiegschancen.“

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Kabinett beschließt Strategiebericht zu Sozialschutz und sozialer Eingliederung

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch den Nationalen Strategiebericht Sozialschutz und soziale Eingliederung 2008 – 2010 beschlossen. Hierzu erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Der Nationale Strategiebericht Sozialschutz und soziale Eingliederung zeigt die Mittel und Wege auf, mit denen Deutschland im Zeitraum 2008 bis 2010 Armut und soziale Ausgrenzung bekämpft, eine gute Altersversorgung gewährleistet und allgemein zugängliche, hochwertige Gesundheitsversorgung und Pflege sichert. Dabei werden die Handlungsfelder und Maßnahmen auch mit Blick auf die gemeinsamen sozialen Ziele der Mitgliedstaaten der Europäischen Union dargestellt.

Den Auftakt des Berichts bildet ein allgemeiner Überblick. Daran schließen sich im Teil „Soziale Integration“ in die Tiefe gehende Erläuterungen zur Erhöhung der Arbeitsmarktbeteiligung und Stärkung von Bildungs- und Ausbildungschancen benachteiligter Gruppen, zur Förderung von Familien und Bekämpfung von Kinderarmut sowie zur Integration von Zuwanderern an. Hier – wie auch schon im 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung – wird deutlich: Deutschland verfolgt eine Strategie der Aktivierung und Befähigung. Politisches Handeln ist darauf ausgerichtet, dauerhafte Abhängigkeit von staatlicher Fürsorge, die zu einer Verfestigung von Armut führt, zu vermeiden. Gleichzeitig ist klar: Zielgerichtete sozial- und familienpolitische Transferleistungen sind unverzichtbar. Sie reduzieren wirksam relative Einkommensarmut.

Im Teil „Alterssicherung“ wird gezeigt, mit welchen Maßnahmen und langfristigen Zielen die Bundesregierung im einzelnen die betriebliche und private Alterssicherung stärkt. So wird die erweiterte staatliche Förderung der betrieblichen Altersversorgung ebenso dargestellt wie die gerade für Geringverdiener attraktive Ausgestaltung der Riester-Rente, die – auch das zeigt der Bericht – mit mehr als 11 Millionen abgeschlossenen Vorsorgeverträgen (Stand März 2008) ein Erfolgsmodell ist.

Der Teil zu „Gesundheit und Pflege“ widmet sich unter anderem dem Zusammenhang von Gesunderhaltung und gesellschaftlicher Teilhabe: Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels kommt politischen Anstrengungen, auf breiter Front umfassend verstandene Gesundheit auch und gerade im Alter zu gewährleisten, eine große Bedeutung zu. Denn körperliches und seelisches Wohlbefinden, so der Bereicht, ist immer mehr eine wesentliche Voraussetzung für eine längere und aktive Beteiligung am gesellschaftlichen wie am Erwerbsleben.

Der Bericht ist Teil der sogenannten Offenen Methode der Koordinierung (OMK) der Europäischen Union. Die Umsetzung der gemeinsamen Ziele im Bereich Sozialschutz und soziale Eingliederung ist Sache der Mitgliedstaaten. Die transparente Darstellung von einzelstaatlichen Politiken sowie deren Ergebnissen ermöglicht gegenseitiges Lernen. Die OMK fügt sich ein in die übergreifende EU-Strategie, nachhaltiges Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen sowie größerem sozialen Zusammenhalt zu erreichen (Lissabon-Strategie).

Nach der Befassung des Bundestages und des Bundesrates wird der Bericht vor-aussichtlich Ende September 2008 der Europäischen Kommission zugeleitet.
Infos und Materialien zum Thema

* Nationaler Strategiebericht Sozialschutz und soziale Eingliederung 2008 – 2010
http://www.bmas.de/coremedia/generator/27074/2008__07__30__sozialschutz__bericht.html

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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